Windows 10 in der Anwaltskanzlei: Soll ich oder soll ich nicht?

UpdateAm 29. Juli ist es so weit: Das Upgrade auf Windows 10 ist von den aktuellen Betriebssystemen aus möglich und in der Regel sogar kostenlos. Das klingt verlockend, doch sollten Anwaltskanzleien jetzt umsteigen, lieber noch warten oder ganz auf den Wechsel verzichten? Wir fassen die wichtigsten Neuerungen zusammen und geben Ihnen eine Empfehlung zum Umgang mit Windows 10.

Das Beste der beiden Vorgänger vereint

Windows 10 wird von der Oberfläche her keine Revolution, sondern eher eine sinnvolle Zusammenführung der guten Lösungen seiner Vorgänger. Die Kacheln und Apps von Windows 8 werden mit dem bewährten Startmenü von Windows 7 kombiniert. Zusätzlich lassen sich mehrere Desktops anlegen, um einen besseren Überblick zu erhalten und eigene Oberflächen je nach Anwendungsbereich zu bauen. Windows-Nutzer werden sich in der neuen Menüführung schnell orientieren können und aus unserer Sicht die beste aller bisherigen Lösungen vorfinden.

IT-Sicherheit im Fokus

Schadsoftware und Cyber-Angriffe, Systemausfälle und Datenverlust sind (leider) ein Megatrend. Das geht auch an MICROSOFT nicht unbemerkt vorbei. Windows 10 wird zwar mit Sicherheit nicht sicher sein, doch einige Faktoren sprechen für das sicherste MICROSOFT-Betriebssystem aller Zeiten. So wird nur noch auf einem Entwicklungskern gearbeitet, für den schneller einheitliche Updates erstellt werden können. Unternehmen können dabei die Update-Intervalle individueller steuern – Privatkunden ohne Pro-Variante hingegen bekommen das Zwangsupdate. Mit Mehr-Faktor-Authentifizierung und neuen Verschlüsselungslösungen will MICROSOFT weiter die Sicherheit erhöhen.

Neue Funktionen von Windows 10

Das neue Windows ist also schicker und sicherer. Kann es auch mehr als seine Vorgänger? Eindeutig ja: mit Cortana erhält die Sprachsteuerung Einzug in den Desktop-PC, was insbesondere für diktierfreudige Anwälte ein großer Vorzug werden könnte. Der neue Browser Edge löst endlich den Internet Explorer ab und verspricht eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung. Continuum macht das Smartphone zum vollwertigen Arbeitsplatz, indem Tastatur, Maus und Bildschirm angeschlossen werden – das gilt allerdings nur für einige zukünftige Modelle.

Wo ist der Haken?

Ein neues und kostenloses Betriebssystem! Was sollte es für einen Grund geben, nicht sofort umzusteigen? Es gibt einige Gründe, die wir an dieser Stelle kurz auflisten und damit unsere Empfehlung für die Aktualisierung auf Windows 10 abgeben:

  • Windows 10 ist gerätebezogen. Sie können die Lizenz nicht auf einen neuen Rechner übertragen, sondern benötigen eine neue. Bedenken Sie das beim Update.
  • Einige Funktionen fehlen, zum Beispiel der Windows Media Player. Diese Funktionen lassen sich jedoch als App nachinstallieren – teils kostenlos, teils kostenpflichtig.
  • Es handelt sich um ein neues Betriebssystem und dann noch häufig um einen Wechsel von 32 Bit auf 64 Bit, das ist nicht einfach nebenbei zu machen: Sie können nicht davon ausgehen, dass alle Anwendungen und Treiber im Anschluss reibungslos laufen. Der erste gute Grund, um zu warten
  • Viele Softwarehersteller haben noch keine Freigabe für Windows 10 gegeben. Stellen Sie sich vor, Sie aktualisieren Ihr Betriebssystem und Ihre Kanzleisoftware läuft nicht mehr. Sie rufen den Hersteller an und der wird Sie darauf verweisen, dass Ihr Betriebssystem nicht unterstützt wird. Warten Sie auf die Freigabe durch die Hersteller wichtiger Software.
  • Wann auch immer Sie aktualisieren: Führen Sie vorher eine Datensicherung durch. Das ist der einzige Weg, um Datenverlust zuverlässig zu vermeiden und im Zweifel zum alten Betriebssystem zurückzukehren.
  • Probieren Sie Windows 10 gerne aus, aber machen Sie das nicht auf einem Kanzleirechner. Nutzen Sie einen privaten PC, auf dem sich keine wichtigen Daten und Anwendungen befinden und experimentieren Sie mit dem neuen Betriebssystem.

Professionelle Unterstützung beim Umstieg auf Windows 10

Unsere Grundempfehlung lautet also zusammengefasst: Warten Sie mit dem Umstieg auf Windows 10 mindestens bis zum Jahresende. So können Sie in Ruhe beobachten, welche Kinderkrankheiten bestehen und warten, bis sie behoben sind. Wir empfehlen zudem, einen externen IT-Dienstleister für die Aktualisierung hinzuzuziehen. Mit der Einführung von Windows 10 ändert sich viel: Verschlüsselungsverfahren, Datensicherungsparameter, Sicherheitseinstellungen und Nutzungsmöglichkeiten. Gerne stehen wir Ihnen mit 30 Jahren Erfahrung in der Kanzlei-IT unterstützend zur Seite. Sprechen Sie uns gerne an.

 

Bis zum 30.08.2015: Sichern Sie sich 2 Freikarten für das Michgehl & Partner Anwaltsforum 2015 mit einer formlosen Mail an info@michgehl.de 

  • Austausch von Anwalt zu Anwalt
  • Kanzleiorganisation, Strategie und Akquise
  • Vom Organ der Rechtspflege zum Unternehmer – Keynote von Prof. Dr. Peter Knief
  • viele weitere Vorträge und Workshops von Anwälten
  • gemeinsamer Ausklang bei Barbecue und Cocktails
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Premiere: Das Michgehl & Partner Anwaltsforum 2015

IT-Service Münster, IT-Service Düsseldorf, IT-Service München, Datensicherung, IT-Sicherheit, Kanzleisoftware, Anwalt, Software,Den 18. September 2015 sollten sich Rechtsanwälte bereits heute vormerken: Zum ersten Mal findet an diesem Tag das Michgehl & Partner Anwaltsforum 2015 statt. Wir bemerken seit Monaten einen steigenden Informations- und Diskussionsbedarf in Anwaltskanzleien. Insbesondere getrieben durch den elektronischen Rechtsverkehr führen wir immer häufiger intensive Gespräche zu Themen wie Kanzlei-Strategie, Marketing und Mandantenakquise sowie Kanzlei-Organisation. Diesem gestiegenen Interesse möchten wir nun mit dem Michgehl & Partner Anwaltsforum Rechnung tragen.

Ein neues Format für Rechtsanwälte

Was ist das Michgehl & Partner Anwaltsforum 2015?

  • 18. September, 11:00 – 18:00 Uhr in Nordwalde / Münster
  • Strategischer Austausch von Anwalt zu Anwalt
  • Key-Note von einem Kanzlei-Berater
  • Praxisvorträge von Rechtsanwälten
  • Zwei parallele Vortrags-Slots zu unterschiedlichen Themen
  • Themenbereiche Strategie, Akquise, Führung und Kanzlei-Organisation
  • Gemeinsamer Ausklang bei Barbecue und Cocktails

Ein Gemeinschaftsprojekt

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – und auch ein Risiko. Das Michgehl & Partner Anwaltsforum lebt von Ihrer Beteiligung. Unsere Kunden, weitere Kanzleien und Dienstleister der Branche diskutieren bereits sehr eifrig auf unseren Hausmessen, Veranstaltungen und Schulungen. Daher erwarten wir ein hohes Interesse an der inhaltlichen Auseinandersetzung miteinander. Und das benötigen wir auch – immerhin soll die Ausgestaltung der Agenda wesentlich durch Rechtsanwälte erfolgen. Die Rahmenagenda teilt sich in zwei Bereiche und könnte so aussehen:

10:30 – 11:00     Eintreffen der Teilnehmer

11:00 – 11:15     Begrüßung

11:15 – 12:00

Key Note: Vom Organ der Rechtspflege zum Unternehmer (Beispiel)

12:00 – 12:30

Strategie & Marketing: Spezialisierung und Kooperation als Chance für Anwaltskanzleien (Beispiel Anwaltsvortrag)

Organisation & Führung: Die Rolle der Rechtsanwaltsfachangestellten ändert sich, von der Assistentin zur wertschöpfenden Mitarbeiterin (Beispiel Anwaltsvortrag)

12:30 – 13:00

Strategie & Marketing: Wie unsere Kanzlei nach zwei Jahren 50% der Mandanten online gewinnt (Beispiel Anwaltsvortrag)

Organisation & Führung: Hierarchie oder Arbeitskreis – was Anwaltskanzleien von Unternehmen lernen können (Beispiel Anwaltsvortrag)

13:00 – 14:00     Snacks & Gespräche

14:00 – 14:30

Strategie & Marketing: Erfolgsfaktoren der Mandantengewinnung über Fachvorträge – Erfahrungen der Kanzlei XY (Beispiel Anwaltsvortrag)

Organisation & Führung: Digitalisierung – Wie kommen Schriftstücke in die Akte? Erfahrungen einer Anwaltskanzlei (Beispiel Anwaltsvortrag)

14:30 – 15:00

Strategie & Marketing: Der einfache Weg zum Honorarvertrag (Beispiel Anwaltsvortrag)

Organisation & Führung: Der Mitarbeiter als Sicherheitslücke in der Anwaltskanzlei (Beispiel Anwaltsvortrag)

15:00 – 15:30

Resümee und Überleitung in den Barbecue-Ausklang

15:30 – 18:00     Barbecue und Cocktails

Ihre Themenwünsche, Ihre Vorträge, Ihr Anwaltsforum

Nun sind Sie gefragt: Zur Vorbereitung und Ausgestaltung des Michgehl & Partner Anwaltsforums benötigen wir Ihre Themenwünsche und Ihre Vorträge, die Sie gerne halten möchten. Dazu haben wir die folgende Umfrage vorbereitet und bitten Sie, sich 5 Minuten (wirklich!) Zeit zu nehmen, um das Anwaltsforum 2015 mitzugestalten.

Hier geht es zur Umfrage: https://docs.google.com/forms/d/1fUMc90YOSsSIZvFTyCiDgEvGykmL7c2i4Ej02Tn9_cc/viewform?usp=send_form

Wir freuen uns auf das gemeinsame Experiment und auf Sie – am 18. September 2015 in Nordwalde / Münster.

Mail Protection

IT-Panne des Monats Juli: Spam-Mails an Mandanten

Spam IT-Service IT-Sicherheit KanzleisoftwareSchadenfreude hat schon eine gewisse Faszination, oder? Irgendwie schämt man sich zwar dafür, trotzdem macht es auf eine seltsame Weise Spaß, anderen Menschen bei ihren Fehlern zuzusehen. Nicht nur Video-Clips, auch griechische Tragödien leben im Kern davon, dass wir uns genüsslich zurücklehnen und darüber amüsieren, dass ein Protagonist in sein unvermeidliches Verderben läuft. Das Problem unserer IT-Panne des Monats Juli ist allerdings: Einen direkten Schuldigen gibt es nicht – wie so oft in der IT-Sicherheit.

Spam von Ihrem Anwalt

In der Regel beginnen IT-Pannen in Anwaltskanzleien aus unserer Sicht mit einem aufgeregten Anruf. Wenn das zugrundliegende Problem allerdings noch gar nicht bekannt ist, dann kann der Beginn anders aussehen. Wie in diesem Fall: Wir erhalten eine E-Mail von einer renommierten Anwaltskanzlei, nennen wir sie Pech & Partner, Betreff: „payment confirmation“, Verteiler: Alle Mitarbeiter der Michgehl & Partner GmbH. Unsere zuverlässige Mail Protection Software liefert eine Zusatzinformation, die wohl für die meisten bereits offensichtlich ist: Spam.

Ein Botnet kann Kunden kosten

Umgehend rufen wir die Anwaltskanzlei an und erfahren das wahre Ausmaß des Grauens: Die E-Mail ist nicht nur an uns, sondern an alle Kontakte und Mandanten versendet worden. Offenbar ist die Kanzlei Teil eines Botnets geworden. Diese illegalen Rechnernetze werden mit Hilfe von Trojanern aufgebaut und für den massenhaften Versand von Spam-Nachrichten vermietet. Im einfachsten Fall führt das zur Sperrung des Internet-Anschlusses, im schlimmsten Fall zum Verlust von Kunden. Auf Pech & Partner trifft letzteres zu: Gleich zwei größere Mandanten, mittelständische Unternehmen der Region, haben die Zusammenarbeit mit der Kanzlei beendet, weil ihr Vertrauen in die professionelle Arbeitsweise erschüttert ist. Wer will schon mit einem Anwalt zusammenarbeiten, der Spam oder Viren versendet?

Seek and Destroy

Den entstandenen Schaden können wir nicht rückgängig machen, nur seine Ursache beheben und für die nächsten Fälle vorsorgen. So machen wir uns bei Pech & Partner an die Suche nach dem Schädling. Aufgrund der unzureichenden Netzwerkprotokollierung dauert es eine Weile, die Quelle auf einen Rechner einzugrenzen, den wir direkt neu aufsetzen. Das war es schon. Doch wie können solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden?

Router und Mail Protection

Der massenhafte ungewollte und unbemerkte Versand von Spam-Nachrichten hätte mit einem professionellen Router und der richtigen Konfiguration vermieden werden können. Damit hätte sich auch die Zeit für die Suche nach der Schadsoftware verkürzt. Und wie ist der Trojaner in die Kanzlei gelangt? Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat er sich im Anhang einer E-Mail versteckt und damit auf die gleiche Weise verbreitet, die er selbst entgeltlich unterstützt. Hier hätte eine Mail Protection Software geholfen, die E-Mails vor der Zustellung in einem Rechenzentrum ausführlich untersucht. Eine derart professionelle Absicherung gegen IT-Risiken ist allerdings die große Ausnahme in Anwaltskanzleien, wie wir aus unserem Michgehl & Partner ERV-Check wissen. Wir arbeiten weiter daran, das zu ändern und Kanzlei. IT. Einfach. Sicher. zu machen.

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10 Jahre Michgehl & Partner Süd in München: Die Kanzlei der Zukunft in Bayern

Nur um wenige Stunden sind wir am heißesten Tag des Jahres 2015 vorbeigeschrammt, um das 10-jährige Bestehen der Michgehl & Partner Süd GmbH in München zu feiern. Trotzdem lassen sich die Temperaturen beim Jubiläum als hochsommerlich bezeichnen und umso mehr freuen wir uns, dass über 30 Besucher, Kunden und Interessenten den Weg zu unserer Niederlassung am Sendlinger Tor gefunden haben. Nicht nur die kurzfristig beschafften Ventilatoren, auch die inhaltliche Agenda und die Vorstellung der Michgehl & Partner Kanzlei der Zukunft haben dazu beigetragen, dass über vier Stunden hinweg unsere Büro- und Seminarräume den Vorzug vor dem Biergarten erhalten haben.

Wie arbeitet der Anwalt 2020?

Kanzleisoftware RA-MICRO MünchenNach der Begrüßung durch Geschäftsführer Franz-Josef Michgehl und unseren Niederlassungsleiter in München Assessor jur. Reinhard Cebulla konnten wir erneut Rechtsanwältin Andrea Brandenburg von RA-MICRO in Berlin für den Auftaktvortrag gewinnen. Sie zeigte die wesentlichen Entwicklungen im Anwaltsmarkt auf: Zunehmende Anwaltsdichte insbesondere in den Ballungsgebieten und flächendeckende Digitalisierung beschäftigen Anwälte schon heute. Die nötigen Veränderungen finden auf strategischer und organisatorischer Ebene statt. So sind Spezialisierung und Kooperation recht neue Ansätze für viele Anwälte, ebenso wie vermehrte Marketing- und Vertriebs-Aktivitäten. Die Organisation wird durch die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs zwangsläufig umgestellt: Die elektronische Aktenführung bietet jedoch bei richtiger Umsetzung mehr Chancen als Risiken, zum Beispiel massive Senkung von Druck- und Portokosten sowie den vermehrten wertschöpfenden Einsatz von Angestellten, die bisher mit der Aktenorganisation beschäftigt waren.

Die Kanzlei der Zukunft

Kanzleisoftware RA-MICRO, Kanzlei-IT, Elektronischer RechtsverkehrUm die aktuellen und künftigen Veränderungen der Kanzlei-Organisation sicht- und erlebbar zu machen, hat die Michgehl & Partner Süd GmbH eine komplette Kanzlei-Infrastruktur aufgebaut, die alle Anforderungen des elektronischen Rechtsverkehrs bereits heute erfüllt. Dipl.-Kfm. Holger Esseling, Marketingleiter bei Michgehl & Partner erläuterte die Hintergründe zu diesem Projekt. So wurden mittlerweile über 100 ERV-Checks bei Anwaltskanzleien durchgeführt – dabei überprüft Michgehl & Partner anhand eines Fragebogens mit anschließendem Beratungsgespräch und individuellem Leitfaden, wie gut Kanzleien auf den elektronischen Rechtsverkehr vorbereitet sind. Dabei zeigte er die Ergebnisse und den Online-Check auf der neuen Webseite www.elektronischer-rechtsverkehr.net

ModuleDie IT-Experten haben neben einigem Optimierungspotential beim Scannen oder Diktieren auch eklatante Sicherheitslücken in der überwiegenden Zahl der Anwaltskanzleien gefunden: 95% haben noch nie eine wirkliche Rekonstruktion ihrer Datensicherung vorgenommen und wissen im Zweifel überhaupt nicht, ob sich ihre Anwendungsdaten wirklich wieder herstellen lassen. Für eine Rekonstruktion sind Testsysteme der Kanzleisoftware und eine Menge Erfahrung nötig, aber die Datensicherung ist nunmal existenziell für eine Anwaltskanzlei. „Noch letzte Woche hatten wir eine Kanzlei, die alle Daten verloren hat, weil die Datensicherung nicht weit genug zurückreichte“, berichtet Esseling. „Vor solch immensen Schäden möchten wir unsere Kunden bewahren“. Auch Privatkunden-Router, unerledigte Sicherheitsupdates und mangelhafte Virenabwehr sind häufige Probleme in den Kanzleien.

Kanzlei. IT. Einfach. Sicher. – zum Anfassen

Kanzleisoftware RA-MiCRO, München, Kanzlei, AnwaltDie folgende Pause wurde von den Teilnehmern genutzt, um sich intensiv mit der Ausstattung der Kanzlei der Zukunft zu beschäftigen: Schnelle Dokumentenscanner mit automatischer beidseitiger Texterkennung, Diktiergeräte mit Spracherkennung der neuesten Generation oder moderne Telefonanlagen und –geräte mit Touchscreen und vielen Möglichkeiten zum einfacheren Arbeiten zeigten neue Impulse zur Verbesserung der Kanzlei-Organisation. Neben einer ausführlichen Darstellung eines Datensicherungskonzepts für Kanzleien wurde auch ein Herzstück des Michgehl & Partner Konzepts besser sichtbar: Managed Services. Hierbei werden wesentliche Parameter in der Anwaltskanzlei laufend und lückenlos analysiert, um Fehler in der Kanzlei zu erkennen und zu beheben, bevor sie zum Systemausfall führen. „Wir wissen bereits vor unserem Kunden, wenn ein Problem auftritt und beheben es in der Regel, ohne dass jemand etwas davon mitbekommt“, sagt Franz-Josef Michgehl und ergänzt: „Damit warten wir nicht mehr auf den Notfall, sondern haben das gleiche Interesse wie unsere Kunden: Eine störungsfreie IT“.

Elektronische Kommunikation mit RA-MICRO

Elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, Kanzlei-ITDie Evolution des Arbeitsplatzes: Rechtsanwältin Eva-Maria Bendick, Kanzleiberaterin bei Michgehl & Partner, wählte zum Einstieg in ihr Thema ein kurzes Video, das die Entwicklung des Schreibtischs vom papierverarbeitenden Ort zum aufgeräumten digitalen Arbeitsplatz eindrucksvoll zeigte. Genau diese Entwicklung wurde in vielen Branchen bereits vollzogen und erhält nun Einzug in die Anwaltskanzleien. Bendick zeigte dabei auf, welche verschiedenen Möglichkeiten dabei zur Verfügung stehen, um Dokumente zu digitalisieren, elektronische Workflows anzulegen und signiert, verschlüsselt und sicher mit Gerichten, Anwälten und Mandanten zu kommunizieren.

IT-Sicherheit in der Anwaltskanzlei

Franz-Josef Michgehl, Maximilian Hampe, IT-Sicherheit in der AnwaltskanzleiIm Anschluss zeigten Geschäftsführer Franz-Josef Michgehl und Maximilian Hampe, technischer Consultant bei Michgehl & Partner, welche Gefahren aktuell für Anwaltskanzleien bestehen und tatsächlich in der Praxis zu Schäden führen. So berichteten sie gleich von mehreren Vorfällen des Cryptolocker-Virus, das ganze Kanzlei-Server mitsamt Daten verschlüsselt hat. Für die Decodierung verlangen die Kriminellen ein Lösegeld. Andere Anwaltskanzleien wurden Teil eines weltweiten Botnets und damit zu professionellen Spamversendern wider Willen. Doch wie gelangen solche Schädlinge in die Anwaltskanlei?

elektronischer Rechtsverkehr, erv, bea, kanzleisoftware, ra-microDer Infektionsweg führt fast immer über eine E-Mail oder eine manipulierte Webseite. Hampe hat kurz vor der Veranstaltung noch kurz ein Demonstrationsvirus erstellt, um zu verdeutlichen, wie einfach es ist, Anwender hinters Licht zu führen: So konnte er eine ausführbare Datei mit einem kleinen Trick in ein scheinbares pdf-Dokument verwandeln – für den Nutzer nicht unterscheidbar vom eigentlich sicheren Dateiformat. Mit einem Klick öffnet sich die Anwendung und kann im Kanzleinetzwerk frei und ungehindert agieren.

Doch es ist nicht einmal eigene Programmierung nötig: Viren und Trojaner sind im Internet inklusive Verteilung über Mailkampagnen und Webseiten so einfach zu bestellen wie ein paar Schuhe. Daher ist mit einer weiterhin deutlichen Steigerung der Angriffe zu rechnen. Kanzleien sollten sich entsprechend rüsten, ihre Mitarbeiter sensibilisieren (lassen), moderne Software-Lösungen zum Scannen von E-Mails und Webseiten einsetzen und auf professionelle Router setzen. Begleitet von einem IT-Monitoring und einwandfreier Datensicherung sind so die meisten Gefahren im Vorfeld gebannt.

Chancen und Risiken des elektronischen Rechtsverkehrs

Podiumsdiskussion 10 Jahre Michgehl und Partner Süd, Holger Esseling, Michael Zoebisch, Eva-Maria Bendick, Andrea BrandenburgWas bedeutet denn nun der elektronische Rechtsverkehr für die Anwaltskanzlei – Gefahren oder Chancen? Die abschließende Podiumsdiskussion bot Gelegenheit, mehrere Standpunkte zu betrachten und abzuwägen. Moderiert von Dipl.- Kfm. Holger Esseling brachten RAin Andrea Brandenburg (RA-MICRO), RA Michael Zoebisch (rwzh Rechtsanwälte München) und RAin Eva-Maria Bendick (Michgehl & Partner) ihre Sichten zu Gehör.

RAin Brandenburg zeigte sich naturgemäß als Berufsoptimistin und betonte die großen Chance, die insbesondere in sinkenden Druck- und Portokosten sowie der schnelleren Bearbeitung an jedem Ort liegen. Auch RA Zoebisch bestätigte diese Sicht aus der Praxis heraus: Er habe 2-3 Assistentinnen in der Aktenverwaltung eingespart, die nun mit Mahnbescheiden und weiteren wertschöpfenden Tätigkeiten befasst seien – ein großer Fortschritt für die Kanzlei und für die Kolleginnen.

RAin Bendick brachte einige kritische Töne ein, die sie in der Beratung und Schulung von Kanzleien erfahren hat: So scheuen einige Anwälte die Investitionen in neue IT-Systeme und die nötige organisatorische Umstellung. Darüber hinaus ist auch die Sicherheit der Daten durchaus ein Thema, das Anwälten Sorge bereitet. Genau wie die Handhabung: Eine Handakte wird es auch in einigen Jahren noch geben, da waren sich alle Teilnehmer einig. Dennoch wird es zum Standard, dass die führende Akte in Anwaltskanzleien elektronisch ist.

www.elektronischer-rechtsverkehr.net

Die Organisation in Anwaltskanzleien wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern, so viel ist an diesem Tag klar geworden. Und es gab wohl keinen besseren Ort, um diese Umwälzungen zu erleben, anzufassen und zu diskutieren. Wir freuen uns über das große Interesse und danken allen Teilnehmern für die offene und aktive Mitgestaltung. Besuchen Sie uns auf www.elektronischer-rechtsverkehr.net, um die Weiterentwicklungen der Kanzlei der Zukunft zu verfolgen oder zu testen, wie fit Ihre Kanzlei für den elektronischen Rechtsverkehr ist.