Kategorie-Archiv: Kanzlei-Organisation

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MICROSOFT Patchday August: Ersatz für zurückgezogenes Sicherheitsupdate

UpdateAm Patchday im August 2014 hat Microsoft vier fehlerhafte Windows-Updates veröffentlicht und kurz darauf zurückgezogen, da sie erhebliche Mängel aufwiesen und teilweise zu Systemabstürzen führten. Die zurückgezogenen Updates sollten umgehend deinstalliert werden, auch wenn bisher keine Probleme aufgetreten sind.

 

Als Ersatz für eines der fehlerhaften Updates,  KB2982791, stellt Microsoft nun das Sicherheitsupdate KB2993651 zur Verfügung.  Dieses sollte schnellstmöglich über die Windows Update Funktion installiert oder alternativ auf der Microsoft Webseite heruntergeladen werden.

 

Der neue Patch schließt mehrere Sicherheitslücken, die es Schadprogrammen ermöglichen, sich höhere Rechte zu verschaffen und weitere Viren wie Trojaner zu installieren.

 

Eine Anleitung zur Deinstallation der Updates finden Sie in den technischen Warnungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik: https://www.buerger-cert.de/archive?type=widtechnicalwarning&nr=TW-T14-0081

Spam-Ordner muss täglich überprüft werden

SpamEin Anwalt wurde von seiner ehemaligen Mandantin verklagt, nachdem er es versäumt hatte, ihr eine E-Mail der Gegenseite rechtzeitig weiterzuleiten. Grund hierfür war, dass die betreffende Mail im Spamordner gelandet und deshalb übersehen worden war. Das verspätete Weiterleiten führte dazu, dass die Mandantin die Zahlungsfrist für einen Vergleich versäumte und somit 90.000€ mehr zahlen musste.

Das Landgericht Bonn kam zu dem Schluss, dass der Jurist die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet und somit seine anwaltlichen Pflichten verletzt habe.

Wer seine E-Mail-Adresse auf dem Briefkopf ale Kontaktmöglichkeit führe, müsse dafür Sorge tragen, dass ihn ihm zugesandte Mails auch erreichen. Deshalb müsse bei einem geschäftlichen E-Mail-Konto auch der Spam-Ordner täglich überprüft werden um versehentlich als Werbung aussortierte Schreiben zurückzuholen.

Der Anwalt leitete jedoch die Mail auch dann nicht weiter, als er drei Tage nach Versand telefonisch von dem Schreiben erfuhr. Erst sechs Tage nach Ablauf der Frist wurde die Mandantin über den Inhalt der Nachricht in Kenntnis gesetzt, sodass der Vergleich nicht mehr zustande kam. Der dadurch entstandene Schaden in Höhe von 90.000€ muss nun von dem Anwalt ersetzt werden.

Einige Rechtsanwälte kritisierten das Bonner Urteil. Folge man ihm, bedeute dies, dass man den Spam-Filter auch gleich ausstellen könne.

Impressumslink muss deutlich sichtbar sein

ImpressumDas derzeitige Impressum in Xing-Profilen reicht für Freiberufler, Unternehmensinhaber und Geschäftsführer nicht aus und ist somit abmahnfähig. Dies erklärte das Landgericht Stuttgart mit seinem Urteil vom 27. Juni 2014 (Aktenzeichen 11 O 51/14). Nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes müsse die genannte Personengruppe auch auf Xing ein vollständiges Impressum anbieten.

Wie sonst auch kann dieser Fehler allerdings nur von Mitbewerbern abgemahnt werden. Rechtsanwalt Walter Ulbricht reagierte auf die Abmahnung eines Anwalts mir einer negativen Feststellungsklage. Diese wurde jedoch vom Stuttgarter Gericht abgelehnt, mit der Begründung, dass sich der Link zum Impressum – bisher in kleinerer Schrift im unteren rechten Teil des Profils – außerhalb des eigentlichen Textblocks und somit in einem Bereich befinde, „dem der Durchschnittsleser keine besondere Aufmerksamkeit mehr schenkt“.

Rechtsexperten reagieren mit Unverständnis für diese Argumentation. So treffe dies auf eine Menge von Seiten zu, unter anderem Bild.de, T-Online sowie die Internetseite der Bundesdruckerei. Die Entscheidung des Stuttgarter Landgerichts biete schwarzen Schafen die Möglichkeit, sich an Impressumsabmahnungen zu bereichern oder Mitbewerber zu benachteiligen, so Rechtsanwalt Thomas Schwenke. Außerdem haben diverse Beispiele gezeigt, dass Besucher einer Webseite es gewohnt sind, nach unten zu scrollen um das Impressum zu finden.

Sollte das Urteil rechtskräftig sein, dann müssten Abgemahnte in Zukunft eine Unterlassungserklärung abgeben und sich somit verpflichten, bei einem erneuten Impressumsverstoß eine Vertragsstrafe zu zahlen, die bei ca. 2000 bis 5000 Euro liegen kann. Auch bei Änderungen durch Xing müssten Personen nun befürchten, dass ihr Impressum nicht mehr dem Telemediengesetz entspricht.

Da Ulbricht beim Oberlandesgericht Stuttgart Berufung eingelegt hat, ist das Urteil zunächst nicht rechtskräftig. Die Situation wird jedoch derzeit auch bei Xing geprüft. Xing-Sprecher Marc-Sven Kopka versicherte, dass das Impressum in Kürze den Vorgaben des Landgerichts Stuttgart angepasst werde, ohne dass sich Mitglieder darum kümmern müssten. Laut Kopka sei die Rechtslage bezüglich der Impressumspflicht momentan noch sehr unübersichtlich. So habe das Landgericht München mit seinem Urteil vom 04. Juni 2014 sogar entschieden, dass ein fehlendes Impressum bei Xing nicht abmahnfähig ist (Aktenzeichen 33 O 4149/14).

Rechtsanwalt Schwenk empfiehlt Privatpersonen zur Sicherheit den Hinweis einzubinden, dass das Profil privat ist. Allerdings gelten auch hier Ausnahmen, beispielsweise bei der Werbung für den Arbeitgeber über das eigene Profil. Diese Ausnahmen müssten jedoch stets im Einzelfall überpüft werden. Firmen, die auf ein bereits vorhandenes Impressum verlinken, sollten darauf achten, dass die dort genannte verantwortliche Person auch dem Namen des verlinkten Social Media Accounts enspricht.

19.09.2014: Neueröffnung in Düsseldorf, nur 500m vom Landgericht entfernt

Die Michgehl & Partner GmbH bezieht im September neue Räumlichkeiten in Düsseldorf. Als spezialisierter Anbieter von IT-Services und Software für Rechtsanwälte sind wir sehr froh, künftig nur wenige Minuten vom Landgericht entfernt für Sie da zu sein.

Am 19.09.2014 laden wir Sie herzlich ein, unseren neuen Standort gemeinsam mit uns einzuweihen. An diesem Tag werden wir einen modernen Fünfkampf rund um den elektronischen Rechtsverkehr durchführen. Erleben Sie mit uns eine Reise in die nahe Zukunft der digitalen Kanzlei: Weiterlesen

Mobiles Arbeiten mit RA-MICRO

RA-MICRODas im Oktober 2013 verkündete ERV-Gesetz sieht eine flächendeckende Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten bis Januar 2018 vor. Im ersten Schritt wird am 01.01.2016 das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) für alle Anwälte eingeführt. Dieses ermöglicht die sichere Übertragung von Schriftsätzen, Anlagen und sonstigen Dokumenten an Gerichte auch ohne eine die Unterschrift ersetzende elektronische Signatur.

Die zunehmende Digitalisierung und das Nutzen von mobilen (Kommunikations-)Geräten bieten Anwälten zahlreiche neue Möglichkeiten für mobiles Arbeiten. Aus diesem Grund veranstaltete RA-MICRO kürzlich ein Anwendertreffen unter dem Motto „Mobiles Arbeiten“, bei dem die neuesten Entwicklungen vorgestellt und RA-MICRO-Nutzer mit der RA-MICRO E-Akte und RA-MICRO Mobile vertraut gemacht wurden.

Das RA-MICRO Mobile Nutzer-Konzept bietet verschiedene Möglichkeiten, den Kanzlei-E-Workflow zu optimieren. Dazu zählen

  • der RA-MICRO Mobile Arbeitsplatz, der das Lesen und Schreiben von RA-MICRO Kanzleidaten ermöglicht
  • die RA-Box, mit der Kanzleidaten unterwegs gelesen werden können
  • DictaNet Mobile, zum Diktieren und Verfassen von Voicemails und dem Lesen von bereits geschriebenen Diktaten.

Weitere Neuheiten aus dem Hause sind die RA-Mobile App, DictaNet App und die DG Deutsche Gesetze App, die es dem mobilen Anwalt ermöglicht, sich unterwegs zu informieren und Auskünfte zu erteilen.

Weitere Apps zur mobilen Erfassung von Adressdaten, zur Aktenanlage für mobil aufgenommene Mandate und eine optimierte Touch-Bedienung der im Mobile Nutzer AP enthaltenen Programmfunktionen befinden sich bereits in der Entwicklungsphase.

Gerne beraten wir Sie umfassend zur Kanzleiorganisation, RA-MICRO-Neuheiten und der Umsetzung des elektronischen Rechtsverkehrs und der digitalen Aktenführung in Ihrer Kanzlei.

Die 10 häufigsten IT-Fehler in Kanzleien

10 Fehler10 häufig unbemerkte IT-Fehler in Rechtsanwaltskanzleien

Viele Rechtsanwälte sind davon überzeugt, dass ihre IT-Infrastruktur fehlerfrei läuft. Solange die Sicherung eingerichtet ist und die Server sauber verkabelt und gereinigt sind, scheint alles einwandfrei zu funktionieren. Sieht man sich die PCs aber genauer an, bemerkt man schnell, dass existenzielle Probleme in der IT-Infrastruktur äußerlich nicht sichtbar sind. Das kann im Ernstfall fatale Folgen haben. Die folgenden 10 IT-Fehler finden wir häufig in Rechtsanwalts-Kanzleien, die vorher keinen IT-Service von Michgehl & Partner hatten:

1. Lückenhafte Updates

Eigentlich sollten regelmäßige Aktualisierungen von Anwendungen eine Selbstverständlichkeit sein, damit Sicherheitslücken geschlossen werden. Geschieht dies nicht automatisch, ist der Mitarbeiter selbst dafür verantwortlich – zusätzlich zu der Arbeit, die er jeden Tag zu bewältigen hat. Dadurch können zahlreiche Sicherheitslücken entstehen, die das System für Angriffe empfänglich machen. Mit einem professionellen IT-Service und Patch-Management können Sie die jeweils aktuellsten Updates automatisch installieren lassen und Ihre Sicherheit deutlich erhöhen. Patch Management ist heute mindestens genauso wichtig wie Virenschutz, denn die meiste Schadsoftware nutzt Sicherheitslücken aus, die kurz darauf von den Herstellern geschlossen werden.

2. Unzureichender Anti-Virus-Schutz

Kanzleien versäumen es häufig, ihre Anti-Viren-Software zu aktualisieren, einige benutzen sogar Freeware – eine leichte Hürde für Schädlinge, die dauernd neu entwickelt werden und selbst für aktuelle Software eine Gefahr darstellen. Dabei kann auch dieser Schutz als Managed AntiVirus automatisch aktualisiert werden. Zusätzlich ist es möglich, Angriffe über Webseitenbesuche oder in Mails weitestgehend auszuschließen. Eine Mindestanforderung an die Kanzlei-IT ist und bleibt allerdings ein aktueller und professioneller Virenschutz – Der Verzicht darauf ist grob fahrlässig und führt zu Recht zu Haftungsrisiken.

3. Keine Kontrolle der Datensicherung

Viele Datensicherungen, die einmal korrekt eingerichtet wurden, erfüllen nach einigen Monaten oder Jahren ihren Zweck nicht mehr. Dies kann viele Gründe haben. Die einzige Möglichkeit aber, um dieses Problem zu lösen, ist eine tägliche Kontrolle der Datensicherung und eine regelmäßige Überprüfung, ob sich die Daten auch wieder herstellen lassen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, den Verlust Ihrer Daten zu verhindern.

4. Unvollständige Datensicherung

Nicht selten sind unsere Kunden ratlos, wenn man mit Ihnen über die Details ihrer Datensicherung spricht. Zwar ist in den meisten Kanzleien ein Backup Standard, kritische Systeme wie die Kanzleisoftware werden jedoch häufig unzureichend gesichert. Bei einem Zusammenbruch des Systems wäre dieses Programm auf dem Stand von vor einem halben Jahr. Hilfreich ist hier eine genaue Festlegung der zu sichernden Daten durch professionelle IT-Dienstleister.

5. Keine unterbrechungsfreie Stromversorgung

Stromspitzen und –ausfälle werden häufig unterschätzt, im Ernstfall können Sie jedoch Ihre gesamte IT lahmlegen. Mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung werden Ihre Server kontrolliert heruntergefahren und Sie können den Betrieb anschließend problemlos wieder aufnehmen.

6. IT-Administrator als alleiniger Verantwortlicher

Die Person, die bei Ihnen intern für die IT verantwortlich ist, hat einen sehr großen Einfluss auf Ihre Kanzlei. Wenn sich sonst niemand mit diesem Bereich beschäftigt und eine Dokumentation der Infrastruktur sowie eine zentrale Sicherung der Passwörter für den Notfall nicht vorhanden sind, stellt dies ein Risiko für Sie dar. Der Ausfall des IT-Verantwortlichen, sei es durch einen Streit, ein verlockendes Angebot der Konkurrenz oder einfach durch Krankheit, kann in diesem Fall schnell zum Kontrollverlust führen.

7. Keine IT-Notfallplanung

Wenn ein geschäftskritisches System ausfällt, dauert es in vielen Kanzleien ein bis zwei Tage, bis das Problem behoben ist. In dieser Zeit können Ihre Mitarbeiter nicht arbeiten, Klienten können keine Auskünfte erteilt werden. Im schlimmsten Fall versäumen Sie wichtige Fristen. Auch hier können Vorkehrungen getroffen werden, die den Schaden deutlich mindern. Gerne beraten wir Sie hierzu.

8. Kritische Hardware ohne Care-Pack

Beim Ausfall eines Servers brauchen Sie genau diesen wieder, um auch bei einer vorbildlichen Datensicherung das System wiederherzustellen. Ein Care-Pack garantiert die schnelle und kompetente Unterstützung des Herstellers, der Ihnen hilft, die Sicherung wieder aufzuspielen und ein zügiges Weiterarbeiten zu ermöglichen.

9. Unzureichende Betrachtung des Eventlogs

Eine regelmäßige Betrachtung und Auswertung des Eventlogs ist sehr wichtig, wird jedoch selten durchgeführt. Defekte und inkonsistente Datenbanken fallen zunächst nicht auf, sodass Fehler mitgesichert werden und auf einige Sicherungen unter Umständen später nicht zurückgegriffen werden kann. Eine permanente Überprüfung Ihres IT-Dienstleisters kann diese Schwachstelle leicht beheben.

10. Fehlerhafte Datenspiegelung

Wenn die Festplatte Ihrer Datenspiegelung ausfällt, arbeitet Ihr Server unbemerkt weiter. In dem Fall, dass nun auch noch die zweite Festplatte versagt, erleiden Sie einen kompletten Datenverlust, obwohl Sie sich in der Gewissheit wähnten, ein gespiegeltes System zu betreiben. Geeignete RAID-Tools zum Monitoring warnen Sie rechtzeitig – bei der Installation, die für uns Routine ist, helfen wir Ihnen gerne!