Gebäude Michgehl

Die 1-2-3-Regel für Anwälte: 1 Anwalt – 2 Rechner – 3 Zugänge

Gebäude MichgehlWir stellen in der Praxis fest, dass die meisten erfolgreichen Angriffe von Viren und Trojanern über den Computer des Anwalts erfolgen. Ob per Mail oder von einer manipulierten Webseite: Anwaltsrechner sind aus mehreren Gründen eine größere Sicherheitslücke als die PCs ihrer Mitarbeiter.

Mal eben was Privates machen?

Anwälte arbeiten intensiv mit ihrem PC oder Notebook. Da ist es verständlich, wenn „mal eben“ nebenher eine private Aufgabe erledigt wird. Doch Hand aufs Herz: Gerade aus Gründen der IT-Sicherheit ist genau dieses Verhalten den Mitarbeitern streng untersagt. Und das ist auch richtig so. Die strikte Trennung von Beruflichem und Privatem ist eine Grundvoraussetzung für IT-Sicherheit in der Kanzlei. Schadsoftware kommt sehr häufig aus unseriösen Quellen, die insbesondere beim privaten Surfen oder Mailverkehr auftreten. Nutzen Sie für private Tätigkeiten konsequent einen zweiten Rechner.

Braucht ein Anwalt Admin-Rechte?

Die meisten Anwälte nutzen Zugänge mit Administrationsrechten. So können Sie frei und ohne fremde Unterstützung neue Software installieren und Ihren Rechner nach Belieben konfigurieren. Das Problem: Genau das können Viren und Trojaner auch. Daher sind Accounts mit Admin-Rechten das beliebteste Ziel für Schadsoftware, wie auch unser Hamburger Partner Hagel IT-Services feststellt. Der Anwaltsrechner wird zu einer der größten Sicherheitslücken in der Kanzlei.

Dabei kann ein Anwalt seine Arbeit sehr gut ohne Administrationsrechte verrichten und sollte das auch machen. Zur Installation von Software sollte mindestens ein anderer Zugang genutzt werden. Noch empfehlenswerter ist es, die Software zuvor von einem Fachmann im Hause oder von einem externen IT-Spezialisten überprüfen zu lassen. So lassen sich auch Kompatibilitätsprobleme vermeiden.

Fazit: Ein Anwalt – zwei Rechner – drei Zugänge

Die 1-2-3 Regel habe ich zwar gerade erfunden, sie bringt die Empfehlungen jedoch kurz und prägnant auf den Punkt:

  • 1 Anwalt sollte
  • 2 Rechner nutzen, um Berufliches und Privates strikt zu trennen und dabei
  • 3 Zugänge verwenden: einen privaten Zugang auf dem Privatrechner, einen beruflichen Zugang ohne Administrationsrechte für die tägliche Arbeit, einen weiteren Zugang mit Administrationsrechten für die Softwareinstallation und erweiterte Konfiguration mit Unterstützung eines IT-Spezialisten

Gerne unterstützen wir Sie bei allen Fragen rund um Ihre Kanzlei-IT. Nehmen Sie einfach direkt Kontakt mit uns auf.