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IT-Panne des Monats Februar: Doppelt verschlüsselt ist einmal zu viel

it-panne, ra-micro, kanzleisoftware, michgehl & partner,Die schönsten Geschichten schreibt noch immer das Leben – die schlimmsten leider auch. Fast täglich schlagen bei uns IT-Pannen in Anwaltskanzleien auf, über die man nur mit dem Kopf schütteln kann und die nicht ganz frei von unfreiwilligem Humor sind. Aktuell jedoch ereilen uns jeden Tag mehrere Hilferufe aufgrund eines neuartigen und besonders aggressiven Verschlüsselungstrojaners – und das ist wirklich so gar nicht witzig. Einen Fall möchte ich an dieser Stelle exemplarisch schildern, um deutlich zu machen, wie die Schadsoftware in die Kanzlei gelangt und wie Sie sich schützen können.

Hier geht gar nichts mehr

Unser Job beginnt wie so oft mit einem verzweifelten Anruf: Rechtsanwalt Dr. Sören Sorgenfrei macht seinem Namen heute keine Ehre. Begonnen hat alles mit vereinzelten Fehlermeldungen, dass sich Dateien nicht öffnen lassen. Nun geht nichts mehr und der Sören erhält eine dubiose Lösegeldforderung zur Entschlüsselung seiner Daten. Das könne doch wohl nicht wahr sein und wie denn sowas passieren könne – Ja, das kann ich Ihnen erzählen.

Locky kommt gerne per Mail

Cyber-Kriminelle sind ja nicht doof, das muss man ihnen lassen. Sie sind so schlau, dass sie wissen, dass so viele doof genug sind, um fingierte Mails zu lesen, die fingierte Rechnung im Anhang zu öffnen und dann auch noch die Makros zu aktivieren. Das sind drei Klicks zum Unglück, man könnte fast Vorsatz unterstellen. Dazu allerdings hätte in den letzten Jahren mal eine Sensibilisierungsschulung stattfinden müssen, was in den meisten Kanzleien nicht der Fall ist. So klicken sich also bundesweit ahnungslose Anwälte und ihre Mitarbeiter durch die bunte Vielfalt der elektronischen Nachrichten und jeder Millionste gewinnt einen Trojaner. Bei der unglaublichen Masse an Mails reicht das aus, um jeden Tag tausende von Vorfällen zu erhalten.

Der macht sich aber breit hier

Nach kurzer Analyse per Fernwartung stellen wir zweifelsfrei fest, dass der Sören von der aktuellen Locky-Welle erwischt wurde. Also nichts wie hin. Wie immer hat der Trojaner ganze Arbeit geleistet und innerhalb weniger Stunden die gesamte Kanzlei-IT verschlüsselt. Und das ist neu: Locky verbreitet sich auch über das Netzwerk und chiffriert alles, was er finden kann. Besonders blöd ist das für die Datensicherung: Die ist zwar bereits verschlüsselt, eine zweite Verschlüsselung hingegen macht das Backup unbrauchbar – gerade in dem Moment, wo es dringend benötigt wird.

So finden wir beim sorgenvollen Sören auch eine NAS-Station, die in mehreren Generationen richtig gute Datensicherungen anlegt, die jetzt leider alle nicht zugänglich sind. Seine externe Festplatte soll nun im nächsten Schritt das Leben der Kanzlei-Daten retten. Doch wie so häufig lag diese lebensrettende Platte seit Jahren unüberprüft in der Gegen herum und ist vermutlich schon länger kaputt, ohne das es jemand merkt. Ja, bei dieser Aussage „Unsere IT läuft eigentlich einwandfrei“ muss man schon vorsichtig sein…

Darum in die Ferne schweifen

Datensicherung ist die wichtigste Maßnahme der IT-Sicherheit und dieser Fall zeigt einmal mehr, dass ein gesundes Maß an Paranoia angebracht ist. Seit Jahren missionieren wir Kanzlei mit der Aussage „Sichern Sie Ihre Daten auch außerhalb der Kanzlei“. Im vergangenen Jahr haben wir extra ein RA-MICRO Backup für die besonders sensiblen Daten der Kanzleisoftware entwickelt. Und der Sören hat nach einigem Zögern zugeschlagen. Das soll sich jetzt als großes Glück erweisen.

Das zusätzliche Online-Backup wird in einem zertifizierten Rechenzentrum abgelegt, mit 30 Versionen und monatlichen Archiven. Und es bietet zwei unschlagbare Vorteile: Erstens kommt Locky nicht an die Dateien heran, da sie nicht über das Netzwerk erreichbar sind und zweitens lässt sich innerhalb von Minuten eine virtuelle Maschine erstellen, mit der weitergearbeitet werden kann. So verpasst der Sören keine Fristen und hat vollen Zugriff auf seine Akten. Die Wiederherstellung dauert nun zwar bis in die Abendstunden, weil eine große Datenmenge über die recht magere Internetleitung bezogen wird. Aber was wäre die Alternative gewesen? Ein vollständiger Datenverlust der Kanzlei wäre die Alternative gewesen. Auch das haben wir in den letzten Wochen häufiger erlebt. Deshalb können wir den zentralen Aufruf nur wiederholen: SICHERN SIE IHRE DATEN AUßERHALB DER KANZLEI! Um es Ihnen so einfach wie möglich zu machen, können Sie unser Online-Backup einen Monat lang kostenfrei testen.

 

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IT-Panne des Monats Januar – im Vorfeld verhindert

Icon ChecklisteDie schönsten Geschichten schreibt doch noch immer das Leben selbst. Jeden Monat berichten wir an dieser Stelle von Pannen in der Kanzlei-IT. Manche sind einfach nur ärgerlich, andere wirklich existenziell. Umso mehr freuen wir uns, in diesem Monat über einen Notfall zu berichten, der gar nicht eingetreten ist. Er konnte im Vorfeld bereits erkannt und verhindert werden – so soll es sein und so ist es mittlerweile der Regelfall, zumindest bei Anwaltskanzleien, die unseren proaktiven Service in Anspruch nehmen.

Eigentlich wäre es der Klassiker gewesen

Die meisten IT-Pannen beginnen mit einem aufgeregten Anruf eines Anwalts. In der Regel funktioniert ein Arbeitsplatz oder ein Server nicht mehr. Ein Virus oder ein Hardwaredefekt sind meist die Ursache – im Rahmen der Wiederherstellung müssen wir dann feststellen, dass zwar „irgendwie“ eine Datensicherung durchgeführt würde, diese aber auch „irgendwie“ nicht rekonstruierbar ist: Die Platte ist kaputt, die Parameter wurden über Jahre nicht angepasst oder es wurde schlichtweg über Wochen nicht gesichert. Und dann haben wir den Klassiker: Ein Ausfall führt zu längerer Arbeitsunterbrechung in Verbindung mit Datenverlust – und damit zu einem verzweifelten Kunden. Das ist sehr ärgerlich für uns und erst recht für die Anwaltskanzlei…

Das muss doch besser gehen

Genau aus diesem Grund haben wir bereits vor Jahren damit begonnen, unseren IT-Service für Anwaltskanzleien neu zu denken. Gibt es nicht eine Möglichkeit, solche Vorfälle zu verhindern? Die gibt es: Mittlerweile analysieren wir laufend die IT-Systeme, Server und Arbeitsplätze in über 100 Kanzleien. Über anonyme Abfragewerte wie CPU-Auslastung, Temperatur, Festplattenkapazität und –status sowie viele weitere Parameter erhalten wir jederzeit einen Überblick der Funktionsfähigkeit und drohender IT-Fehler. Wir erkennen Pannen vor ihrer Entstehung und verhindern sie – natürlich nur bei den Anwaltskanzleien, die unseren Service auch nutzen. Alle anderen sorgen regelmäßig für traurige neue Beiträge zur IT-Panne des Monats.

SMART Status negativ

Unser heutiges Beispiel zeigt anschaulich, wie das System funktioniert. Die drohende Panne beginnt eben nicht mit einem Anruf. Ihr Anfang liegt in unserem Dashboard, das besondere Ereignisse bei unseren Service-Kunden anzeigt. Der SMART-Status einer Server-Festplatte war negativ. Dieses interne System von Festplatten zur Überprüfung der Funktionalität kann einfach ausgelesen werden und meldet auch drohende Ausfälle durch schleichende Defekte. Die Festplatte wäre innerhalb der nächsten Tage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgefallen. Eine professionelle Datensicherung war auch nicht vorhanden, so dass der Ausfall zu den „klassischen“ Folgen geführt hätte: Arbeitsunterbrechung, Datenverlust und jede Menge Ärger.

Völlig unbemerkte Hilfe

Die Lösung des Problems ging hier, wie so häufig, komplett im Hintergrund vor sich. Unser Techniker hat den Fehler aus unserer Service-Zentrale heraus erkannt. Seriennummer und alle nötigen Informationen waren bereits im System hinterlegt, so dass der zuständige HP-Service verständigt werden konnte. Die Problembehebung erfolgte noch am gleichen Tag. Für die Anwaltskanzlei gab es genau eine Sache zu tun: Sie mussten dem HP-Techniker einmal die Tür öffnen. Ansonsten lief die Problemlösung völlig unbemerkt. So soll es sein, finden wir und finden unsere Service-Kunden.

Datensicherung, Backup, RA-MICRO, Kanzleisoftware

IT-Panne des Monats Dezember: Die Mutter aller IT-Pannen

Datensicherung, Backup, RA-MICRO, KanzleisoftwareJeden Monat bieten unsere IT-Pannen einen Einblick, was so alles passieren kann in der Kanzlei-IT. Eine Sache gibt es allerdings, die darf nicht passieren, da raufe ich mir jedes Mal die Haare, da denke ich: „Das gibt es doch gar nicht! Jeder Anwalt weiß genau um das Risiko und kümmert sich nicht darum“. Die Rede ist von der Mutter aller IT-Pannen, dem Super-GAU der Kanzlei-IT: DATENVERLUST. Dieser DATENVERLUST ist so einfach zu vermeiden bei so hohem Schaden im Ernstfall, dass wir einfach nicht aufhören mit der Missionierung. Der vorliegende Fall zeigt es wieder einmal.

Schon wieder ein Cryptovirus

Kaum eine Online-Bedrohung ist derzeit so gefährlich wie die Verschlüsselungsviren Cryptolocker und Cryptowall. Sie werden massenhaft in E-Mails-Anhängen versendet – getarnt als Rechnungen oder Bewerbungen in der Dateiform pdf, zip oder neu: .doc. Wöchentlich rufen uns Kanzleien an, deren Datenbestände verschlüsselt wurden und die nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder entschlüsselt werden sollen. So ist es auch unserem Anrufer ergangen: Rechtsanwalt Stefan Sorglos ärgert sich spürbar, dass er „nur einmal falsch geklickt“ hat.

Wer klickt denn auf sowas?

Die Wiederherstellung des Systems nach einem erfolgreichen Crypto-Angriff gehört für uns mittlerweile (leider) zum Tagesgeschäft. Man fragt sich ja immer: „Wer klickt denn auf sowas?“, aber die E-Mails sind auch wirklich besser geworden. Vor einigen Jahren konnte man betrügerische Mails noch aus hundert Metern riechen: „Wichtiger News für Herr Müller“ – da war schon klar, dass die Mail schnell entsorgt werden sollte. Heute werden die Signaturen realer Online-Shops verwendet, deutsche Grammatik fehlerfrei umgesetzt und im Ergebnis täuschend echte Nachrichten versendet – nur eben so viele, dass immer wieder jemand den einen Klick zu viel tätigt.

Das kriegen wir schon wieder hin – oder?

Der Stefan ist also ziemlich aufgebracht und wir beruhigen ihn: Das bekommen wir schon wieder hin. Nach der eindeutigen Bestätigung, dass es sich um einen Crypto-Virus handelt, machen wir uns daran, das System neu aufzusetzen. Sichtlich erleichtert und vielleicht etwas stolz holt Stefan die letzte Datensicherung in Form einer externen Festplatte. Perfekt, da kann doch nichts mehr schiefgehen, oder? Doch! Die drei Jahre alte Platte ist defekt. Hm, dann nehmen wir eine andere Festplatte. Wie, nur eine Platte? Och nö, bitte sagen Sie schnell, dass das ein Scherz ist… Ist es nicht.

Glück im Unglück

Wir sind also auf eine einzige Festplatte angewiesen und die ist kaputt – tolle Ausgangslage. Hätte Stefan nicht unserer dringenden Empfehlung folgen können und erstens seine Festplatte laufend analysieren lassen und zweitens ein professionelles zusätzliches Online-Backup nutzen können? Dann hätten wir jetzt innerhalb von Minuten seine Arbeitsbereitschaft über eine virtuelle Maschine wieder hergestellt. Aber nein – war ja zu teuer… 22,65 € im Monat sind aber auch ein Batzen Geld. Nun gut, hilft ja nichts. Dann machen wir uns an die Datenrettung. Diese IT-Panne wäre natürlich viel überzeugender, wenn die Festplatte vollkommen zerstört gewesen wäre. Alle Daten weg – das wäre eine tolle Geschichte. RA Sorglos hatte hingegen Glück im Unglück: Die Daten ließen sich mit einigem Aufwand retten. Schlecht für die Story – gut für Stefan. Der war auch so hinreichend bedient: Zwei Tage Arbeitsausfall und ein niedriger vierstelliger Betrag für die gesamte Rettungsaktion. Für den Gesamtaufwand hätte er auch ungefähr 10 Jahre Online-Backup nutzen können. Macht er jetzt übrigens auch. Einfach um mal wieder ruhig zu schlafen.

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beA: Gute Vorsätze für das neue Jahr

besonderes elektronisches Anwaltspostfach, beA, elektronischer Rechtsverkehr, ERV,Die Einführung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs beA wurde jüngst verschoben – damit erhalten Sie mehr Zeit für die nötigen Vorbereitungen.  Die wichtigsten Punkte haben wir in einem beA-Leitfaden für Sie zusammengefasst. Darüber hinaus bieten wir Ihnen einige Sonderaktionen, um Ihnen die Einhaltung der guten Vorsätze so attraktiv wie möglich zu machen:

  • Datensicherung: Spätestens mit der beA-Einführung wird eine professionelle Datensicherung Pflicht. Mit unserem RA-MICRO Backup bieten wir Ihnen eine Rundum-Sorglos-Lösung ab 22,65 € monatlich. Testen Sie RA-MICRO Backup bei Bestellung im Januar 1 Monat lang kostenlos.
  • Dokumentenscanner: Ein spezialisierter Dokumentenscanner ist Multifunktionsgeräten in Geschwindigkeit, Stapelscan und Texterkennung deutlich überlegen. Wir bieten Ihnen den perfekt geeigneten Scanner Fujitsu FI-7160 inklusive Konfiguration und Einweisung im Komplettpaket – und bei Bestellung im Januar 2016 erhalten Sie ein iPad Air 32 GB gratis dazu, um Ihre digitalen Akten auch mobil einsehen zu können.
  • IT-Sicherheit: Wie sicher ist Ihre Kanzlei-IT? Die Bedrohungen nehmen so stark zu wie die Bedeutung Ihrer IT. Wir bieten Ihnen im Januar einen umfassenden Sicherheits-Check für nur 99,- € (Normalpreis 549,- €) an. Der Sicherheitscheck umfasst eine Systemanalyse, die Erstellung eines Sicherheitsreports und ein persönliches Beratungsgespräch.

Wir wünschen Ihnen eine erholsame und besinnliche Adventszeit. Genießen Sie die Feiertage und nutzen Sie die Zeit für Entspannung, Reflektion und Vorausschau. Wenn Sie dann mit frischem Schwung ins neue Jahr starten, freuen wir uns, Sie zu begleiten.

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Testen Sie RA-MICRO Backup 1 Monat lang kostenlos

Die Rundum-Sorglos-Lösung für Ihre RA-MICRO-Daten bietet Ihnen:

  • Verschlüsselte Sicherung im zertifizierten deutschen Rechenzentrum
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  • Konfiguration und Einbindung in RA-MICRO, 3 Jahre Vor-Ort-Service
  • Einrichtung der OCR Texterkennung und Volltextsuche
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  • Umfassende softwaregestützte Analyse Ihrer Kanzlei-IT
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RA-MICRO Programmhinweis zur Datensicherung

Datensicherung, Backup, RA-MICRO, KanzleisoftwareAktuell wird Anwendern der RA-MICRO Kanzleisoftware ein Hinweis angezeigt, der in seiner Bedeutung gar nicht überschätzt werden kann. Daher möchten wir die Aussagen noch einmal bekräftigen, ergänzen und unsere Unterstützung bei der Umsetzung anbieten. Der Hinweis betrifft die Lebensversicherung Ihrer Kanzlei-IT: Ihre Datensicherung. Wir wissen aus eigenen Untersuchungen in über 150 Anwaltskanzleien, dass kaum eine Kanzlei alle wesentlichen Regeln der Sicherung einhält und damit das Risiko eines Datenverlustes eingeht.

Was würde ein Verlust Ihrer Kanzleidaten für Sie bedeuten?

Täglich hören und lesen wir von neuen Schreckensszenarien: Viren, Trojaner, Systemausfälle, Einbrüche und vieles mehr. Die Angriffe werden immer intelligenter und erreichen auch in Anwaltskanzleien immer häufiger ihr Ziel. Fast beschleicht einen das Gefühl: „Da kann man eh nichts machen“. Und in der Tat kann man einen kurzzeitigen Systemausfall nicht zu 100% ausschließen. Die schlimmste Folge aller IT-Fehler und Angriffe jedoch ist zuverlässig vermeidbar: Der Datenverlust. Führen Sie sich einmal kurz vor Augen, was es bedeuten würde, wenn Ihre Kanzleidaten ein für alle Mal weg wären.

Die Grundregeln professioneller Datensicherung in Anwaltskanzleien

RA-MICRO stellt in seinem Programmhinweis bereits einige Anforderungen an eine verlässliche Datensicherung vor:

  • Zwei verschiedene Sicherungsmethoden verhindern einen Datenverlust auch dann, wenn ein Sicherungssystem falsch konfiguriert oder fehlerhaft ist.
  • Die Verwahrung einer Sicherung außerhalb der Kanzleiräume sollte eine Selbstverständlichkeit sein – am besten täglich. Hierzu bietet sich ein Online-Backup an.
  • Verschlüsselung ist gerade für Geheimnisträger eine Pflicht. Ob auf der Wechselfestplatte, einer NAS-Station oder im Online-Backup: Fremder Zugriff kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Verschlüsselung hilft allerdings zuverlässig vor dem Geheimnisverrat.
  • Die Sicherung der SQL-Datenbank darf nicht vergessen werden und sollte unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden, der sich in Anwaltskanzleien und mit RA-MICRO auskennt.
  • Jährliche Notfallübung: Hier spricht RA-MICRO einen sehr wichtigen Punkt an, den kaum eine Kanzlei beherzigt. Die Wiederherstellung der Daten muss regelmäßig überprüft werden – und zwar vom Anwalt selbst für seine Mandanten. Ein Dienstleister kann dabei unterstützen, aber letztlich müssen Sie als Anwalt selbst nachsehen, ob Ihre Daten rekonstruierbar sind. Viele Kanzleien wägen sich hier in einer Sicherheit, die sich erst im Schadensfall als trügerisch entpuppt.

Weitere wichtige Hinweise zur Datensicherung

Wer die obigen Regeln des RA-MICRO Programmhinweises befolgt, der verfügt über eine gute Datensicherung. Ein paar Punkte sind nicht explizit aufgeführt, die wir gerne ergänzen:

  • Generationen: Daten sollten immer in mehreren Generationen gesichert werden. So wird beispielsweise täglich das gesamte RA-Verzeichnis gesichert und aufbewahrt. Im Ernstfall kann dann auch auf ältere Versionen zurückgreifen. Das wird wichtig, wenn Sie sich ein Virus einfangen, das erst nach einigen Tagen oder Wochen aktiv wird. Dann sollten Sie noch „saubere“ Bestände haben.
  • Archivierung: Über die Generationen hinaus sollten regelmäßig, am besten monatlich Archive erstellt werden. So können Sie auch über längere Zeiträume hinweg auf alle Daten zugreifen. Auch erfüllen Sie damit Grundanforderungen für Steuer- und Finanzbehörden.
  • Automatisierung: Ein häufiger Fehler besteht darin, dass schlicht nicht gesichert wird. Es wird vergessen. Daher empfehlen wir, die Datensicherung vollständig zu automatisieren. Kein Wechsel der Festplatten, nicht einmal ein Klick sollte nötig sein. Die Sicherung sollte vollautomatisch starten.
  • Überprüfung: Wissen Sie, ob Ihre Datensicherung der letzten Nacht erfolgreich war? Richten Sie eine Überprüfung ein, die nicht nur Alarm gibt, wenn die Sicherung nicht funktioniert hat, sondern die aktiv eine Bestätigung versendet. Die Folge ist auch hier bei Nichtbeachtung: Sie verlieren die Datensicherung aus dem Blick und merken erst im Ernstfall, dass sie seit Monaten nicht erfolgreich durchgeführt wurde.
  • Datensicherungskonzept: Erstellen Sie eine Dokumentation Ihrer Datensicherung mit technischen Informationen zu den verwendeten Geräten, Speichermedien und Datenbeständen. Zusätzlich müssen Verantwortliche, Passwörter, Lizenzen und Fristen notiert werden.

RA-MICRO Backup ab 22,65 €

Speziell für Anwaltskanzleien mit der Kanzleisoftware RA-MICRO wurde die Datensicherung RA-MICRO Backup entwickelt. Hierbei wird Ihr gesamtes RA-Verzeichnis (oder der SQL-Server) verschlüsselt in einem zertifizierten Rechenzentrum abgelegt. Die Lösung entspricht den Anforderungen des § 203 StGB und § 2 BORA. Eine Besonderheit: Ihre Daten und damit Ihre Arbeitsfähigkeit lassen sich innerhalb von Minuten wieder herstellen. Damit ist auch die regelmäßige Rekonstruktion mit wenigen Klicks erledigt. Gerne stellen wir Ihnen unser Konzept vor und sorgen für eine wirklich sichere Datensicherung in Ihrer Kanzlei.

 

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IT-Panne des Monats November: Rien ne va plus

Datensicherung, Backup, RA-MICRO, KanzleisoftwareManchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Täglich ereilen uns Meldungen von Cyber-Angriffen, Hackern und Geheimdienst-Spionage. Selbst Großunternehmen und der Bundestag bleiben nicht verschont. Da beschleicht den einen oder anderen der Eindruck, man könne ja eh nichts machen. Allerdings geht die größte Gefahr für Anwaltskanzleien von ungezielten Angriffen aus, gegen die man sich sehr gut schützen kann. Und von ganz handfesten Bedrohungen, wie die folgende Geschichte zeigt.

Nichts geht mehr

Wie so häufig beginnt die IT-Panne mit einem Anruf. Susi Sorglos ist Bürovorsteherin einer renommierten Anwaltskanzlei – eine höfliche und aufgeschlossene Dame mit dem Herzen am rechten Fleck. Und heute hat sie ein Problem: Sie kann nicht auf den Server zugreifen – die Kollegen auch nicht. Leider konnten wir Susi noch nicht davon überzeugen, unseren Managed IT-Service in Anspruch zu nehmen, dann hätten wir den Fehler aus der Ferne erkannt, bevor sie ihn realisiert. So müssen wir ihr wohl einen Besuch abstatten.

Die Fehlersuche vor Ort ist schnell beendet: Alle Festplatten wurden entfernt. Offenbar ist über Nacht jemand in die Kanzlei eingebrochen und hat den kompletten Serverschrank gründlich aufgeräumt. Ja, wer rechnet denn mit sowas? Erstmal tief durchatmen und dann geht es an die Wiederherstellung. Hilft ja nichts…

Wo ist die Datensicherung?

Gott sei dank ist es nicht lange her, dass wir der Susi eine NAS-Station für die Datensicherung eingerichtet haben. Dumm allerdings, dass auch hier die Festplatten entfernt wurden. Gut, dann nehmen wir halt die externe Sicherung… Es ist einer unserer Grundsätze, dass jede Kanzlei eine Datensicherung außerhalb der eigenen Räumlichkeiten aufbewahrt, am besten mit unserem Online-Backup, um eine schnelle Wiederherstellung zu garantieren.

Doch nun dämmert es unserem Techniker: War da nicht letztens ein schwieriges Vertriebsgespräch, bei dem die Sicherung an mehreren Orten vehement abgelehnt wurde? Aus Kostengründen oder so? Das sei übertrieben? War es vielleicht Susi, die zuletzt in unserem Beratungsprotokoll unterzeichnet hat, dass sie entgegen unserer expliziten und dringenden Empfehlung auf eine externe Sicherung verzichtet? Hoffentlich nicht. Doch.

Und jetzt?

Wir können ja niemanden zwingen. Wir würden gerne, aber wir können nicht. Seit Jahren missionieren wir: Datensicherung ist die wichtigste Maßnahme der IT-Sicherheit und die Sicherung an zwei Orten ist genau so notwendig wie mehrere Generationen, Verschlüsselung und weitere Faktoren. Wir lassen uns aus Haftungsgründen gegenzeichnen, wenn jemand darauf verzichtet und bitten eindringlich, diesen Punkt professionell zu organisieren. Wenigstens die RA-MICRO Daten sollten umfassend geschützt werden. Dafür bieten wir eine Rundum-Sorglos-Lösung ab 22,65 € im Monat.

22,65 €! Susi wollte das Geld nicht ausgeben. Irgendwann muss es ja auch mal gut sein, schließlich hat sie gerade die NAS-Station gekauft – war ja auch nicht billig. Das bittere Ergebnis: Die Daten sind weg – alle. Also irgendwie sind sie ja noch da: In den Papierakten. Aber Mandantendaten der letzten 20 Jahre nachpflegen macht nun wirklich keinen Spaß und kosten Zeit und Geld.

Was hätten wir noch machen können? Hätten wir Susi noch intensiver auf die Gefahren hinweisen können? War es nicht eindeutig genug? Wir sind selbst etwas ratlos – Vielleicht können wahre Geschichten wie diese dazu beitragen, solche Tragödien in Zukunft zu vermeiden – zumal es bald keine Papierakten mehr geben wird, die als greifbares Backup zur Verfügung stehen. Wenn Ihnen, lieber Leser, noch eine Idee einfällt, freuen wir uns sehr auf Ihren Kommentar.

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Studie zum Stand der Vorbereitungen in den Anwaltskanzleien in Bezug auf den elektronischen Rechtsverkehr

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die IT-Systeme in Anwaltskanzleien haben wir für unsere Kunden den Michgehl & Partner ERV-Check entwickelt: Wir überprüfen mit einem Fragebogen die wichtigsten Eckdaten zu IT-Sicherheit und Infrastruktur sowie zu Kanzleisoftware und Prozessen im Unternehmen. Dabei stellen wir fest, dass einige Kanzleien bereits gut vorbereitet sind, in fast allen Kanzleien allerdings auch schwerwiegende IT-Fehler existieren, die einen Verstoß gegen Berufs- und teilweise Strafrecht bedeuten und im Notfall die Existenz der Kanzlei kosten können. Manchmal erlauben die bestehenden Fehler auch einfach kein flüssiges Arbeiten. Die wichtigsten Erkenntnisse und Hinweise fassen wir hier für Sie zusammen.

Die folgende Auswertung basiert auf 107 Antworten von Anwaltskanzleien mit 1-48 Arbeitsplätzen – durchschnittlich 8,15. Die Kanzleien sind mit einer Ausnahme Nutzer der Kanzleisoftware RA-MICRO. Durchgeführt wurde die Umfrage im Zeitraum von Januar bis Juli 2015.

Sind Sie fit für den elektronischen Rechtsverkehr? Hier können Sie direkt online die Vorbereitungen Ihrer Kanzlei überprüfen. 

Windows Server 2003

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Am 14. Juli 2015 ist der erweiterte Support für Windows Server 2003 ausgelaufen. Damit werden keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt und das System wird eine offene und bekannte Sicherheitslücke. Genau wie bei Windows XP in 2014 muss das Betriebssystem Server 2003 dringend ersetzt werden. In den meisten Kanzleien ist das jedoch bereits geschehen.

MICROSOFT SQL-Server

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Ab Januar 2016 sollte in jeder RA-MICRO Kanzlei ein MICROSOFT SQL-Server ab Version 2008 zur Verfügung stehen (bis 7 Arbeitsplätze auch in der Express-Version). RA-MICRO empfiehlt für die Integration des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches (beA)  einen SQL-Server. Insbesondere bei steigenden Datenmengen durch vermehrte Nutzung digitaler Dokumente kommt die herkömmliche file-basierte Datenhaltung an ihre Grenzen, weshalb RA-MICRO vollständig alternativ auf SQL umstellt. Aktuell ist allerdings in weniger als 20% der Kanzleien ein SQL-Server vorhanden.

Datensicherung

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Datensicherung ist mit Abstand die wichtigste Maßnahme in der IT-Sicherheit. Dabei gehört es zu den Grundregeln, dass mindestens zwei Orte für die Sicherung verwendet werden, wie es sowohl das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfehlen. Fast zwei Drittel der befragten Kanzleien befolgen diesen Grundsatz nicht, was zusätzlich ein deutliches Indiz für weitere Fehler in der Datensicherung ist: Nicht ausreichende Anzahl an Generationen, kein schriftliches Datensicherungskonzept, keine Automatisierung der Sicherung oder keine Verschlüsselung.

Zu einer hinreichenden Datensicherung gehört zudem zwingend die regelmäßige Rekonstruktion der Daten. Über 67% der Kanzleien geben offen zu, dass sie noch nie überprüft haben, ob sich ihre Daten wieder herstellen lassen. Die Dunkelziffer dürfte enorm sein, denn die wenigsten Kanzleien und IT-Verantwortlichen sind überhaupt in der Lage, Anwendungsdaten der Kanzleisoftware in ein Testsystem zu importieren und die vollständige Rekonstruktion zu überprüfen. In Summe stellt sich die Datensicherung als größter und dringendster Sicherheitsmangel in Anwaltskanzleien dar.

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Updates und Patch-Management

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In mehr als 80% der Kanzleien werden Updates für wesentliche Anwendungen wie Java und Adobe-Produkte manuell geprüft und installiert. Auch hier dürfte der realistische Wert noch höher sein, da wir in der Praxis feststellen, dass Kanzleien von automatisiertem Update-Management ausgehen, wo keines installiert ist. Eine weitere Erfahrung aus der Arbeit in Anwaltskanzleien: Manuelle Updates werden schlicht nicht durchgeführt, wodurch bekannte Sicherheitslücken nicht umgehend geschlossen werden. Eine sehr deutliches Sicherheitsproblem, das Schadsoftware geradezu einlädt. Darüber hinaus verlangt auch RA-MICRO im Lizenzvertrag die regelmäßige Aktualisierung der IT-Systeme.

Router

55 der befragten 107 Kanzleien setzen einen Router ein, der sich der Kategorie „Privatkunden-Router“ zuordnen lässt. Besonders beliebt sind in diesem Segment die FRITZ!Box Modelle von AVM. Betrachtet man weiterhin, dass 27 Kanzleien zu diesem Punkt keine Angabe gemacht haben, liegt die Verbreitung der Privatkundenrouter bei über zwei Dritteln. Dabei spielt der Router eine zentrale Rolle in der IT-Sicherheit. An der Schnittstelle zwischen internem Netz und Internet koordiniert und protokolliert er den Datenverkehr. Anwaltskanzleien sollten hier unbedingt professionelle Geräte einsetzen. Darauf ist auch RA-MICRO im Anwenderrundschreiben zu Beginn des Jahres in aller Deutlichkeit eingegangen.

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Mitarbeiter-Schulung

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Wesentlich für die Veränderungsprozesse in der Anwaltskanzlei sind die Motivation und das Wissen der Mitarbeiter. Daher sollten alle Angestellten und Berufsträger, die in die Aktenbearbeitung involviert sind, für die digitale Bearbeitung und Kommunikation in der Kanzleisoftware geschult werden. Das betrifft insbesondere elektronische Briefe, Signaturen, digitale Postfächer, Ordnerstrukturen, Textbausteine und Verfügungen. Die wenigsten Kanzleien sind auf diese Herausforderung vorbereitet: Nur 17,8% halten ihren eigenen Schulungsstand für ausreichend.

HTML-Briefkopf

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Viele Anwaltskanzleien legen großen Wert auf ein professionelles Erscheinungsbild: Die Kanzlei wirkt sauber und modern, der Briefkopf ist gestaltet und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Im Zuge des elektronischen Rechtsverkehrs kommt ein weiterer Ort hinzu, der in die Gestaltung einbezogen werden sollte: Der elektronische Brief. Ohne einen digitalen Briefkopf wirkt die Kommunikation eher wie eine E-Mail, mit Briefkopf erweckt sie den bewährten Anschein eines vollwertigen Schriftstücks. Allerdings kann dafür nicht einfach der bestehende Briefkopf aus MICROSOFT Word genutzt werden. Dieser muss im HTML-Format neu aufgebaut werden, um in der Kanzleisoftware nutzbar zu sein. Über 70% der Befragten verfügen allerdings noch nicht über einen solchen Briefkopf.

Signaturmöglichkeiten

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Für viele Anwendungen des elektronischen Rechtsverkehrs ist eine eindeutige Identifikation notwendig. Nicht nur das elektronische Mahnverfahren, auch das besondere elektronische Anwaltspostfach wird nur mit einer Signatur nutzbar sein. Hierfür benötigt jeder Anwalt in der Kanzlei ein Kartenlesegerät und eine Signaturkarte. Da die Details von der BRAK noch nicht bekannt gegeben wurden, ist es nur verständlich, dass über 80% der Teilnehmer noch keine Signaturmöglichkeiten für jeden Anwalt vorhalten. Hier besteht allerdings bis Jahresende deutlicher Bedarf, insbesondere an Lesegeräten.

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Scanprozess

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Die typische Anwaltskanzlei scannt einzelne Schriftstücke bei Bedarf ein und legt sie in einem Dateiordner ab, von wo aus sie zugeordnet werden. Weniger als 30% der Befragten, in der Regel größere Kanzleien, scannen den gesamten Posteingang. Vom Stapelscan mehrerer Schriftstücke in einem Vorgang macht nur eine Kanzlei unter 107 Gebrauch. Dieses Verhältnis wird sich mit zunehmender Digitalisierung verändern.  

Digitales Diktat

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Das digitale Diktat hat sich weitestgehend durchgesetzt: Nur ca. 20% der Teilnehmer nutzen noch Kassetten-basierende Geräte, 7,4% diktieren gar nicht. Es ist davon auszugehen, dass nach dem nächsten Generationenwechsel die Kassette endgültig ausstirbt und durch digitale Diktiergeräte und zunehmend auch Smartphones ersetzt wird.

Spracherkennung

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Die neueste Generation von Spracherkennungssoftware ist sehr leistungsfähig und durchaus in der Lage, Kosten in der Kanzlei zu senken bzw. den Komfort zu erhöhen. Denn nutzen nur 41,7% die Möglichkeiten der Diktat-Erleichterung. Vermutlich liegt das an negativen Erfahrungen mit den teils holprigen Vorgänger-Anwendungen. Gerade durch den Aufstieg der Smartphones wird Spracherkennung allerdings innerhalb weniger Jahre zur Grundausstattung gehören.

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Ursachen und weiterführende Empfehlungen

Die Ergebnisse der Studie haben uns an einigen Stellen sehr überrascht. Insbesondere der fahrlässige Umgang mit Sicherheitsupdates und der Datensicherung legen den Verdacht nahe, dass viele Kanzleien nicht über ausreichende interne oder externe IT-Unterstützung verfügen. Daher fassen wir unsere wesentlichen Erkenntnisse aus der Praxis und einige grundlegende Empfehlungen zusammen, die über die Umfrage hinausreichen und die Ergebnisse ergänzen sollen.

IT-Administration

Im Zuge des elektronischen Rechtsverkehrs erhalten die IT-Systeme in Anwaltskanzleien eine immer höhere Bedeutung. Auch die Anforderungen an Ihre IT-Ausstattung im Straf- und Berufsrecht werden immer anspruchsvoller, was die besondere Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflicht betrifft. Daher sollte jede Anwaltskanzlei über einen internen oder externen IT-Experten mit der notwendigen Ausbildung und Erfahrung verfügen, der sich sowohl in IT-Sicherheit als auch Kanzlei-Prozessen hervorragend auskennt. In vielen Kanzleien ist das nicht der Fall. Hierin liegt nach unserer Auffassung das Grundproblem, das zu vielen Sicherheitslücken und Organisationsengpässen führt.

IT-Dokumentation

Die Basis jeder IT-Administration stellt eine schriftliche Dokumentation aller Geräte, Komponenten und Software-Lizenzen im Kanzlei-Netzwerk dar. Nur so kann im Falle einer Störung zuverlässig und schnell die richtige Ursache gefunden und behoben werden. Darüber hinaus sind die Planung und Optimierung des Netzwerks ohne Übersicht schwer möglich. Gerade bei der Kostenoptimierung für Software-Lizenzen liegt viel Potential in der Dokumentation. Der Wechsel eines IT-Dienstleisters ist ebenfalls ohne lückenlose Aufzeichnung der Infrastruktur kaum möglich oder mit großem Aufwand verbunden. Daher überrascht es uns durchaus, dass kaum eine Anwaltskanzlei eine saubere, automatisierte IT-Dokumentation führt.

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Notfallkonzept

In den meisten Kanzleien existiert kein schriftliches Notfallkonzept, in dem unter anderem geregelt ist, welche Systeme in welcher Reihenfolge wieder betriebsfähig gemacht werden. Wir empfehlen, das in Verbindung mit einem Datensicherungskonzept zu erstellen, um im Notfall schnell wieder handlungsfähig zu sein.

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Virenschutz

Eine wichtige und auch weit verbreitete Maßnahme im IT-Sicherheitskonzept ist Anti-Viren-Software. In der Kanzlei sollte mindestens ein Mitarbeiter benannt sein, der für die Auswahl und den Betrieb der Software zuständig ist, insbesondere für automatische tägliche Updates und Patches. Auch sollte der Zuständige alle Mitarbeiter über Verhaltensregeln zur Vermeidung von Virenbefall informieren. Dabei reicht ein Virenschutz alleine längst nicht mehr aus und sollte durch effektive Maßnahmen wie E-Mail-Sicherheit, Router, Firewall und Schulungen ergänzt werden.

E-Mail Sicherheit

Die meisten Würmer, Trojaner und Viren kommen via Mail oder manipulierter Webseite in die Anwaltskanzlei. Mittlerweile gibt es Software-Lösungen zur Mail Protection und Web Protection, die diese Infektionswege effektiv schützen. Auch diese Sicherheitsmaßnahmen sind noch in wenigen Kanzleien zu finden.

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IT-Monitoring

In Großunternehmen seit langem etabliert, setzt sich die laufende Überwachung und Analyse von IT-Systemen mittlerweile auch in Kleinunternehmen und Anwaltskanzleien durch. Dabei werden Parameter wie CPU-Auslastung, Temperaturen oder Festplattenkapazitäten erfasst und ausgewertet. So können die meisten IT-Probleme vor ihrer Entstehung erkannt und behoben werden.

Telefon- und Internet-Anschluss

Viele Anwaltskanzleien arbeiten aktuell noch mit Analog- oder ISDN-Anschlüssen. In den nächsten Monaten bis spätestens 2018 werden alle Telefonanschlüsse auf IP-Technologie umgestellt. Hier herrscht Nachholbedarf in vielen Kanzleien. Zusätzlich sollte auf ausreichende Bandbreite geachtet werden. Gerade in ländlichen Gebieten sind manche Anwälte mit unzureichenden Internetzugängen ausgestattet. Hier ist es nur eine Frage des Preises und nicht der Machbarkeit, die Bandbreite zu erhöhen. 

Verschlüsselung

Viele Kanzleien setzen keine Verschlüsselungsverfahren zum Schutz Ihrer Daten ein. Jede Kanzlei besitzt dabei Daten, die nicht in die falschen Hände geraten sollen. Ob es nun Betriebsgeheimnisse oder Mandantendaten sind: Diebstahl, Verlust oder Einbruch sind keine Seltenheit und kommen in der Praxis häufig vor. Gerade die sensiblen Daten sollten dann ausreichend verschlüsselt sein.

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Elektronische Zusammenarbeit

Was in beinahe allen Branchen seit geraumer Zeit zum unentbehrlichen Standard geworden ist, hat sich in der Anwaltschaft noch nicht flächendeckend durchgesetzt: Die gemeinsame Verwaltung von E-Mails, Kontakten, Kalendern und Dokumenten. MICROSOFT Exchange ist hierbei die Standard-Lösung für die digitale Zusammenarbeit. So können Verteiler angelegt werden, Kalender der Kollegen zur gezielten Terminvereinbarung eingesehen werden und Dokumente gemeinsam bearbeitet werden. Wir raten dazu, sich mit den Möglichkeiten der Zusammenarbeit so früh wie möglich vertraut zu machen.

Mobiles Arbeiten

In naher Zukunft wird das mobile Arbeiten für Anwälte zum Regelfall und bei vielen das Bedürfnis entstehen, zum Beispiel im Gericht auf elektronische Akten oder Kanzleidaten zuzugreifen. Hierfür wird eine sichere Verbindung zur Kanzlei benötigt. Daher empfehlen wir die Verwendung eines professionellen Routers zur Herstellung einer sicheren und verschlüsselten VPN-Verbindung. Darüber hinaus sollte der Zugriff über einen Terminalserver erfolgen.

Schlussbemerkungen

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit der Michgehl & Partner Studie zum elektronischen Rechtsverkehr einen guten Überblick über den Status Ihrer Kanzlei geben konnten. Die aufgezeigten Handlungsoptionen sollen dazu beitragen, dass Sie von der Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs profitieren. Seit 30 Jahren haben wir es uns zur einzigen Aufgabe gemacht, Anwaltskanzleien ein sicheres und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. So spannend wie heute war es dabei selten: Der elektronische Rechtsverkehr in Verbindung mit massiv zunehmenden Risiken in der IT-Sicherheit wird gravierende Auswirkungen auf Anwaltskanzleien haben. Ohne einen professionellen Partner werden diese Herausforderungen kaum zu bewältigen sein. Dieser professionelle Partner möchten wir gerne für Sie sein. Sprechen Sie uns an.

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Bis zum 30.08.2015: Sichern Sie sich 2 Freikarten für das Michgehl & Partner Anwaltsforum 2015 mit einer formlosen Mail an info@michgehl.de 

  • Austausch von Anwalt zu Anwalt
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Datensicherung, Backup, RA-MICRO, Kanzleisoftware

IT-Panne des Monats Juni: Es läuft doch alles…

Datensicherung, Backup, RA-MICRO, KanzleisoftwareSeit heute weiß ich: Es gibt einen Gott und er meint es gut mit mir! Ich muss ja zugeben, dass es immer schwieriger wird, eine gute IT-Panne des Monats zu finden und die besten Geschichten scheinen schon erzählt zu sein. Doch wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Und so darf ich Ihnen heute wieder eine IT-Panne präsentieren, die auf drastische Weise darstellt, was im Ansatz in vielen Anwaltskanzleien falsch läuft.

Wir hatten noch nie Probleme damit

Die meisten Pannen beginnen mit einem aufgeregten Anruf bei uns – in dieser Geschichte starten wir ein paar Wochen zuvor. Kundentermin bei einer RA-MICRO Kanzlei. Der Anwalt, nennen wir ihn Peter Pfennigfuchser, weigert sich mal wieder, unseren dringenden Rat anzunehmen und seine IT-Infrastruktur zu aktualisieren. Der Server ist mittlerweile 13 Jahre alt, die Datensicherung wurde noch nie überprüft – solche Zustände in einer Kanzlei mit 20 Arbeitsplätzen, das ist einfach unhaltbar. Der Peter ist da anderer Meinung, schließlich läuft das seit Jahren, es gab noch nie Probleme, „Never touch a running system“.

Basale Vertriebsstrategien für IT-Verkäufer

Vertriebler lieben es, Kunden in Schubladen zu stecken. Versuchen wir es mal. Es gibt schlaue Menschen: Denen muss man nur vernünftig erklären, warum ein 13 Jahre alter Server Unsinn ist. Dann wird er kurz nachdenken und ihn aktualisieren. Dann gibt es ängstliche Menschen: Wenn man denen die fatalen Folgen eines Datenverlustes vor Augen führt, dann unterschreiben sie und wollen noch heute mit der Umsetzung beginnen. Und dann gibt es eine Restgruppe, die weder schlau noch ängstlich ist: Die Peters der Welt. Für einen Verkäufer, selbst wenn er es noch so gut meint, kann das eine unlösbare Herausforderung sein. Uns zumindest ist es mit fast unangenehmer Hartnäckigkeit nicht gelungen, den Peter vor seinem drohenden Schaden zu bewahren.

Nur eine Frage der Zeit…

Es kommt also wie es kommen musste: Der panische Anruf von Peter ließ ganze drei Monate auf sich warten. Nichts bewegt sich mehr, der Server steht still. Ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Dann kann der Peter samt seinen 20 Kollegen eben ein oder zwei Tage nicht arbeiten und mit etwas Glück verpasst er keine Fristen. Und die Datensicherung schützt ihn ja vor dem Verlust seiner Informationen. Moment. Datensicherung? Hatten wir da nicht mit Nachdruck empfohlen, den Notfall zu simulieren und herauszufinden, ob sie wirklich funktioniert? Hatten wir, aber das kostet ja Geld… Es sind diese Momente, in denen man nicht weiß, ob man schreien, lachen oder weinen soll.

Am falschen Ende gespart

Weinen ist allerdings die einzig angebrachte Reaktion, nachdem wir feststellen: Die Datensicherung ist seit Jahren nicht gelaufen – und niemand hat es gemerkt. Kein Monitoring (zu teuer), keine Rekonstruktion (zu teuer), kein Notfallplan (zu teuer), ja nicht einmal ein professioneller IT-Dienstleister (zu teuer). Nun sind alle Daten der Kanzlei: WEG. Ja, weg. Die kommen nicht wieder – es dauert eine Weile, bis sich der Gedanke bei allen Beteiligten setzt. Und genau in diesem stillen Moment, in dem es „Klick“ macht im Kopf, versteht der Kunde die Bedeutung von Datensicherung. Entweder ist er gerade schlauer oder ängstlicher geworden. Vermutlich beides.

 

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Die Michgehl & Partner Kanzlei der Zukunft: Ein Rückblick auf Zukunftsweisendes

RA-MICRO, Kanzleisoftware, elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, beA, ERV, Schulung, IT-Sicherheit, IT-ServiceDer elektronische Rechtsverkehr kommt. Mit der Einführung des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches (beA) für jeden Anwalt setzt am 1. Januar 2016 die mehrstufige flächendeckende Digitalisierung aller Anwaltskanzleien ein. Dementsprechend ist das Interesse der Anwaltschaft an Kanzleisoftware und Kanzlei-IT sehr groß.

Am 24. April haben wir in Düsseldorf die Michgehl & Partner Kanzlei der Zukunft eröffnet. Hier ist die komplette IT-Infrastruktur einer modernen Anwaltskanzlei aufgebaut. Sie dient uns selbst als Labor zur Entwicklung und Überprüfung neuer IT-Lösungen und soll darüber hinaus Anwälten die Möglichkeit bieten, mobiles und digitales Arbeiten vor Ort auszuprobieren und im Detail zu erleben.

Neue Webseite: www.elektronischer-rechtsverkehr.net

Elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, ERV-check, RA-MICRO, KanzleisoftwareIn den vergangenen Monaten wurde rund um die Kanzlei der Zukunft ein umfassendes Konzept für den elektronischen Rechtsverkehr aufgebaut: Der Michgehl & Partner ERV-Check hat bereits über 100 Kanzleien mit einem individuellen Leitfaden bei den anstehenden Veränderungen unterstützt. Auf Basis der Antworten konnten wir die wichtigsten Sicherheitslücken und fehlenden Vorbereitungen für den elektronischen Rechtsverkehr in Anwaltskanzleien identifizieren und entsprechende ERV-Module dafür entwickeln. Das gesamte Konzept sowie aktuelle Informationen zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach und zum elektronischen Rechtsverkehr haben wir auf der neuen Webseite www.elektronischer-rechtsverkehr.net zusammengefasst.

Wegen Überfüllung geschlossen

elektronischer rechtsverkehr, besonderes elektronisches anwaltspostfach, kanzlei der zukunft, michgehl, kanzleisoftware, ra-micro, dictanetZum ersten Mal in der langen Geschichte der Michgehl & Partner Veranstaltungen mussten wir in den letzten Tagen Absagen wegen Überbuchung aussprechen. Mit 50 Teilnehmern aus Anwaltskanzleien war unser Standort in Düsseldorf prall gefüllt und auch der Zusatztermin am 13. Mai ist bereits gut gebucht. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen zurückblicken auf eine zukunftsweisende Veranstaltung. Alle Vorträge und Diskussionen werden in den kommenden Tagen als Video zur Verfügung gestellt und auf www.elektronischer-rechtsverkehr.net publiziert. Auch die IT-Lösungen für den elektronischen Rechtsverkehr werden in Wort, Bild und Video aufbereitet und dort bereitgestellt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wie arbeitet der Anwalt 2020?

andrea brandenburg, ra-micro, erv, eloektronischer rechtsverkehr, kanzleisoftware, rechtsanwalt software, anwaltssoftware, dictanet, Nach der Begrüßung durch Franz-Josef Michgehl, Geschäftsführer und Inhaber der Michgehl & Partner GmbH, läutete Rechtsanwältin Andrea Brandenburg (RA-MICRO GmbH & Co. KGaA, Berlin) die Agenda ein: „Wie arbeitet der Anwalt 2010?“, war die Fragestellung ihres inspirierenden Vortrags. Die Zahl zugelassener Anwälte steigt stetig, insbesondere in den Ballungsgebieten. Hier versprechen Spezialisierung und Kooperation, Marketing und Organisation eine Behauptung im enger werdenden Markt. Die Arbeitsweise von 70% der Anwaltschaft arbeitet noch mehrheitlich papiergebunden, Scanprozesse sind kaum etabliert – Es wird einzeln bei Bedarf digitalisiert, elektronische Akten sind nicht das führende System.

Diese Ausgangslage wird sich in den nächsten Jahren dramatisch verändern: Kaum eine Kanzlei wird darauf verzichten, ihren gesamten Posteingang einzuscannen. In der Folge wird die Weiterverarbeitung der digitalen Schriftstücke an Bedeutung gewinnen. Die marktführende Kanzleisoftware RA-MICRO unterstützt dabei mit einer Schnittstelle zur integrierten Benutzung des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches und mit einem umfassenden elektronischen Workflow, um die wesentlichen Prozesse in der Kanzlei digital abzubilden. Abschließend stellte RAin Brandenburg den möglichen Tagesablauf eines Anwalts im Jahr 2020 vor: Digital vernetzt mit jederzeitigem Zugriff auf alle Informationen der Kanzlei kann der Anwalt der Zukunft an jedem Ort vollwertig seiner Arbeit nachgehen. Die digitale Kommunikation in sozialen Netzwerken dient nicht nur der Mandantenakquise sondern auch der Pflege strategisch wichtiger Kooperationen. Der einzige Nachteil: Die Trennung von Beruf und Privatleben erfordert mehr Disziplin und ist an einigen Stellen nicht mehr aufrecht zu erhalten.

Elektronischer Rechtsverkehr: Wie fit ist Ihre Kanzlei?

Holger Esseling, Franz-Josef Michgehl, Kanzlei der Zukunft, Michgehl, Elektronischer Rechtsverkehr, ERV-Check, ERV-Module, Im Anschluss präsentierten Franz-Josef Michgehl und Dipl.-Kfm. Holger Esseling (Marketingleiter bei Michgehl & Partner) das Herzstück der Veranstaltung: Die Kanzlei der Zukunft. „Wie sind wir überhaupt darauf gekommen, hier eine eigene Kanzlei aufzubauen?“, leitete Esseling den Vortrag ein. Die Unsicherheit in der Anwaltschaft in Bezug auf den elektronischen Rechtsverkehr sei so groß gewesen, dass der eigens entwickelte ERV-Check von vielen Anwaltskanzleien dankbar angenommen wurde. Dabei beantworten Anwälte einen Fragebogen zu ihrer Kanzlei-IT und erhalten im Anschluss einen individuellen 20-seitigen Leitfaden zum elektronischen Rechtsverkehr für ihre Kanzlei.

Die Antworten, die bisher von über 100 Kanzleien eingegangen sind, helfen wiederum dabei, den Status Quo und die wichtigsten Sicherheitslücken zu identifizieren. Für alle wichtigen Bedürfnisse wurden bei Michgehl & Partner daraufhin Lösungen entwickelt, die als „ERV-Module“ angeboten werden. Frei nach dem Motto des Unternehmens „Kanzlei. IT. Einfach. Sicher.“ erhalten Anwälte damit gezielte Lösungen auf Knopfdruck. Mit einem Beispiel sorgte Holger Esseling für Verständnis aber auch für betretenes Schweigen Raum:

Esseling: Wer von Ihnen hat in dieser Woche seine Daten gesichert?

Publikum (unter Gelächter): Ja, sicher. Ist doch selbstverständlich.

Esseling: Wer von Ihnen sichert seine Daten an mehreren Orten?

Publikum (zumindest 70% davon): Klar, machen wir.

Esseling: Und wer von Ihnen hat irgendwann einmal überprüft, ob sich die Daten wirklich wieder herstellen lassen?

Publikum (irritierte Blicke, Schweigen, vereinzeltes Schmunzeln)

Esseling: Halten wir fest: Wir alle halten Datensicherung für extrem wichtig, aber niemand von Ihnen hat eine Ahnung, was er überhaupt sichert und ob es sicher wieder herstellen lässt. Das ist nur eines von 14 häufigen Problemen, für die wir eine einfache Lösung geschaffen haben.

Franz-Josef Michgehl führte die Präsentation fort mit der Vorstellung der Kanzlei der Zukunft am Düsseldorfer Standort. Zu betrachten sind ein Anwalts-Arbeitsplatz mit NAS-Speicher und Server, die Vernetzung und Absicherung über Router und Firewall, VoIP-Telefonie, eine Assistentenarbeitsplatz mit verschiedenen Möglichkeiten zum Einscannen und vieles mehr. Deutlich wird bei der Präsentation: Auf den ersten Blick wird die Kanzlei-IT mobiler und einfacher – doch im Hintergrund sind einige Voraussetzungen zu treffen, um sicher und komfortabel zu arbeiten.

Elemente der Kanzlei der Zukunft

Scannen, Scan, Einscannen, Multifunktionsgerät, Samsung, Elektronischer Rechtsverkehr, ERV, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, beA, RA-MICRO, KanzleisoftwareUnmittelbar nach dem Vortrag zur Kanzlei der Zukunft nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, vor Ort alle Facetten intensiver zu ergründen und auszuprobieren. Besonderen Zulauf erhielt der aufgebaute Arbeitsplatz für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, an dem unter anderem verschiedene Möglichkeiten des Einscannens von Schriftstücken gezeigt wurden. So können Dokumente über Multifunktionsgeräte direkt in die RA-MICRO Akte importiert werden oder als Stapelscan in einem Vorgang verarbeitet werden. Besondere Aufmerksamkeit erregte der spezielle Dokumentenscanner, der 80 Seiten innerhalb einer Minute beidseitig scannt, voneinander trennt, mit einer Texterkennung analysiert und in Buchstaben übersetzt und auf Wunsch verschlüsselte Dokumente importiert. Die Rechtsanwältin Tina Ablas-Henrichmann und die Assessorin Eva-Maria Bendick (beide Kanzleiberaterinnen bei Michgehl & Partner) präsentierten die verschiedenen Möglichkeiten mit technischer Unterstützung von Guido Weitkämper, der als IT-Techniker über langjährige Erfahrung in Anwaltskanzleien verfügt.

Datensicherung, NAS, Backup, Wiederherstellung, Rekonstruktion, Recovery, Elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, beA, ERV, Kanzleisoftware, RA-MICROAm Anwalts-Arbeitsplatz erwartete Gunnar Holm (IT-Techniker und Consultant bei Michgehl & Partner) viele interessierte Rechtsanwälte und Kanzlei-Mitarbeiter. Im Fokus standen hier neben dem allgemeinen Aufbau und der Vernetzung von Telefonie, Datenspeicher und Server vor allem die Themen Datensicherung und professioneller IT-Service. Unterstützt wurde Herr Holm vom Geschäftsführer der Michgehl & Partner Süd GmbH Assessor jur. Reinhard Cebulla sowie den vertrieblichen Consultants Jürgen Hennecke und Ismail Aksoy.

it-monitoring, it-service, it-dienstleister, it-dienstleistung, managed service, elektronischer rechtsverkehr, erv, bea, besonderes elektronisches anwaltspostfach, ra-micro, kanzleisoftwareWie die aktive Überwachung der Kanzlei-IT aus Sicht des Dienstleisters aussieht, konnten die Teilnehmer im nächsten Raum begutachten. Hier stand IT-Techniker und Consultant Max Riedel mit weiteren Kollegen Frage und Antwort. Insbesondere zeigte er das Dashboard des Michgehl & Partner Monitoring-Systems: Hier werden wesentliche Parameter vieler Kanzlei-Infrastrukturen in Echtzeit gesammelt und analysiert: Prozessorauslastungen, freie Speicherkapazitäten oder Ereignisse wie eine erfolgte Datensicherung. Im Ergebnis können die Spezialisten von Michgehl & Partner Probleme in der Kanzlei-IT häufig erkennen und beheben, bevor sie in der Anwaltskanzlei überhaupt registriert werden.

Elektronische Kommunikation mit RA-MICRO

RA-MICRO, Kanzleisoftware, Anwaltssoftware, Eva-Maria Bendick, Tina Ablas, Tina Ablas-Henrichmann, Michgehl, Kanzlei der Zukunft, Musterkanzlei, Elektronischer Rechtsverkehr, ERV, besonderes elektronisches Anwaltspostfach,Nach dem Rundgang durch die Kanzlei der Zukunft stellten Tina Ablas-Henrichmann und Eva-Maria Bendick die elektronische Kommunikation mit RA-MICRO im Detail vor. Wie kommen die Schriftstücke in die Akte? Wie werden digitale Akten im elektronischen Workflow bearbeitet, mit Verfügungen und Kommentaren versehen und weitergeleitet? Wie werden elektronische Briefe erstellt, signiert und versendet, um massiv Druck- und Portokosten zu senken? All diese Fragen beantworteten die beiden Kanzleiberaterinnen durch einen Vergleich der analogen mit der digitalen Kanzlei.

Digitalisierung? Aber sicher!

it-sicherheit, virus, trojaner, michgehl, elektronischer Rechtsverkehr, erv, beA, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, RA-MICRO, Kanzleisoftware, AnwaltssoftwareFranz-Josef Michgehl und Maximilian Hampe wiesen im Anschluss anschaulich auf die Gefahren des elektronischen Rechtsverkehrs für Anwaltskanzleien hin: Eine höhere Bedeutung der Kanzlei-IT erfordert bessere Schutzmechanismen. Wie einfach Viren und Trojaner in die Kanzlei gelangen, zeigte Hampe am Beispiel einer manipulierten Webseite: Ein falscher Klick und schon werden automatisch schadhafte Anwendungen heruntergeladen. Der Benutzer bekommt es meistens gar nicht mit. Auch referierte er über Schadensfälle aus der Praxis, in denen es zu Systemausfällen und Datenverlusten als Folge von Virenbefall kam. Dabei gehen die Hacker immer kreativer und intelligenter vor, so dass eine Viren-Software alleine längst nicht mehr ausreicht. Michgehl und Hampe zeigten, wie ein professioneller Rundum-Service mit einem unternehmenstauglichen Router, intensiverem Scannen der eingehenden Mails und umgehenden Sicherheitsupdates gegen viele Gefahren schützen kann. Dabei ist auch die Schulung der Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts.

Drei Meinungen zum elektronischen Rechtsverkehr

Holger Esseling, Claas Kuhfuß, Ralf Heidemann, Andrea Brandenburg, Elektronischer Rechtsverkehr, Podiumsdiskussion, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, bea, erv, it-service, ra-micro, kanzleisoftware, Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Risiken der digitalen Kanzlei“. Moderiert von Holger Esseling brachten drei Teilnehmer ihre Sicht aus der Praxis zu Gehör. RAin Andrea Brandenburg von RA-MICRO ist naturgemäß optimistisch im Hinblick auf den elektronischen Rechtsverkehr. Sie sieht insbesondere massive Einsparungen von Druck- und Portokosten sowie eine schnellere Verfügbarkeit von Informationen als wesentliche Vorteile. Dafür seien zwar einige Änderungen in der Kanzleiorganisation notwendig, was allerdings mit einer bewährten und innovativen Kanzleisoftware wie RA-MICRO einfach umsetzbar sei.

RA Claas Kuhfuß von der Kanzlei Worbs und Partner in Düsseldorf zeigte sich zurückhaltend optimistisch. Er unterschied klar zwischen Hype und realem Nutzen in der Digitalisierung. In der Kanzlei sind Skeptiker und Befürworter des elektronischen Rechtsverkehrs vertreten und es ist ein Balanceakt, hier für einen reibungslosen Übergang zu sorgen. Dieses Zwischenstadium hat RA Ralf Heidemann bereits hinter sich gelassen: In seiner Kanzlei CNH Anwälte in Essen ist die elektronische Akte bereits führend. Voraussetzung war auch hier eine behutsame Einführung mit sanftem Druck. Ein paar Tipps für die Praxis lassen sich aus der Diskussion und den drei Sichtweisen ziehen:

– Die Digitalisierung der Anwaltskanzlei ist ein kultureller Prozess. Er lässt sich nicht von heute auf morgen verordnen, sondern muss sich entwickeln.

– Planen Sie ein Jahr für die Vorbereitung der Umstellung ein und starten Sie mit einem Workshop. Alle Kollegen der Kanzlei sollten teilnehmen und ein Projektteam aufgesetzt werden. Die rechtzeitige und umfassende Information ist ein Erfolgkriterium

– Definieren Sie frühzeitig den eindeutigen Zeitpunkt, ab dem die elektronische Akte das führende System wird.

– Machen Sie nach der Umstellung die Arbeit mit Papierakten unbequemer: So könnte jeder Anwalt seine Akten selbst ausdrücken müssen, wenn er unbedingt Papier nutzen möchte.

– Lassen Sie sich begleiten von einem professionellen Dienstleister, der sich mit Kanzlei-IT, Kanzleisoftware und den zugehörigen Prozessen in der Kanzlei auskennt.

www.elektronischer-rechtsverkehr.net

michgehl, elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches anwaltspostfach, beA, ERV, Kanzleisoftware, RA-MICRO, DictanetWir danken allen Beteiligten herzlich für die sehr gelungene Veranstaltung. Alle anwesenden Kanzleivertreter waren hoch interessiert und haben die Veranstaltung mit Fragen und Meinungen bereichert. Das Team von Michgehl & Partner zeigte innovative Lösungen für die Anwaltskanzlei und stand jederzeit für die Teilnehmer zur Verfügung, um konstruktive fachliche Gespräche zu führen. Alle Vorträge werden nun in der Folge als Video aufbereitet und auf www.elektronischer-rechtsverkehr.net zur Verfügung gestellt. Hier finden sich auf die neuen Module zum elektronischen Rechtsverkehr sowie der Michgehl & Partner ERV-Check. Besuchen Sie uns auf www.elektronischer-rechtsverkehr.net.

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LKA warnt vor neuer Cryptowall Angriffswelle / Erste Vorfälle in Anwaltskanzleien

cryptowall, verschlüsselung, crypto-virus, cryptowall 3.0, cryptowall 2.0, Datensicherung, Mail Protection, Schulung, Das Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) warnt vor einer neuen Angriffswelle der Schadsoftware Cryptowall. Auch wir als IT-Dienstleister für Anwaltskanzleien erhalten vermehrte und verzweifelte Anrufe von betroffenen Kanzleien. Da es sich um eine besonders bedrohliche Schadsoftware handelt, die Kanzleien die Existenz kosten kann, möchten wir an dieser Stelle aufklären und wichtige Hinweise zum Schutz vor Cryptowall geben.

Datenzugriff nur gegen Lösegeld

Wie funktioniert ein Angriff mit Cryptowall eigentlich? In der Regel gelangt das Virus über eine Mail in die Kanzlei. Meist getarnt als Anhang, der sich als Rechnung oder Mahnung ausgibt. Einmal angeklickt installiert sich eine kleine Software im IT-System der Kanzlei. Kurz darauf, teils nach Minuten, teils nach Tagen, nimmt die Software Ihre Arbeit auf und verschlüsselt den gesamten Datenbestand der Kanzlei. Beim Zugriffsversuch erhalten die Mitarbeiter der Kanzlei eine Warnmeldung, dass alle Daten verschlüsselt wurden und nur gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder frei gegeben werden.

In der Regel liegt der geforderte Betrag zwischen 300 und 4000 €. Als Zahlungsweise wird gerne die Online-Währung Bitcoin genutzt. Uns ist allerdings kein Fall bekannt, in dem nach Zahlung von Lösegeld tatsächlich die Daten wieder entschlüsselt wurden. Daher raten wir dringend davon ab, einer Lösegeld-Forderung nachzukommen. Dafür empfehlen wir mit umso mehr Nachdruck, Ihre Kanzlei gegen solche Angriffe abzusichern.

Datensicherung: Die Lebensversicherung Ihrer Kanzlei-IT

Einmal mehr zeigen die Cryptowall-Angriffe: Viele Anwaltskanzleien verfügen nicht über eine hinreichende Datensicherung. Zwar gehen alle IT-Verantwortlichen davon aus, dass ihre Daten gesichert werden. Kaum jemand kann das allerdings mit Sicherheit sagen – es wird einfach nicht überprüft. Da läuft seit einem Monat keine Sicherung und niemand merkt es. Sicherungen werden nur für wenige Tage vorgehalten und nicht in mehreren Generationen gesichert. Eine wirkliche Rekonstruktion der Daten und Simulation des Notfalls wird in 99% der Kanzleien nicht durchgeführt. Erst im Schadensfall wird bemerkt, dass keine saubere und vollständige Sicherung mehr rekonstruierbar ist. Daher lautet unser Aufruf: Sichern. Sie. Ihre. Daten! Richtig!

Der Posteingang als größte Sicherheitslücke

Es ist bekannt, dass die meisten Viren und Trojaner via E-Mail in die Kanzleien gelangen. Die häufigste Abwehrstrategie in Kanzleien: „Uns wird schon nichts passieren“. Aber es passiert eben doch, richtet riesigen Schaden an und wäre so einfach vermeidbar. Zunächst gibt es Mail Protection Lösungen: Hier werden E-Mails VOR der Zustellung in die Kanzlei über ein Rechenzentrum umgeleitet und dort von mehreren Virenscannern intensiv durchleuchtet. So gelangen nur unbedenkliche Mails überhaupt in die Kanzlei. Sollte es doch einmal dazu kommen, dass eine infizierte Mail im Posteingang landet, hilft eine gute Ausbildung der Mitarbeiter, um Schäden zu vermeiden. Ein paar Grundregeln für die Handhabung von Mails und das Risiko ist in Kombination mit Mail Protection Software und einer guten Datensicherung auf Null heruntergefahren.

Datensicherung + Mail Protection + Schulung = Null Risiko

Fassen wir die wichtigsten Punkte einmal zusammen:

  • Sichern Sie Ihre wichtigsten Daten regelmäßig und automatisiert
  • Sichern Sie mindestens drei Generationen, also die gleichen Dateien zu unterschiedlichen Zeitpunkten
  • Simulieren Sie den Notfall und überprüfen Sie, ob sich die Daten wirklich wieder herstellen lassen
  • Lassen Sie Ihre Mails auf Schadsoftware überprüfen, BEVOR Sie in die Kanzlei gesendet werden
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Mails schulen

Kanzlei. IT. Einfach. Sicher. Seit 1986.

Seit Jahrzehnten unterstützen wir Anwaltskanzleien bei der effizienten Arbeit mit der Kanzleisoftware RA-MICRO und beim Aufbau und Betrieb einer sicheren IT-Infrastruktur. So heikle Zeiten für die IT-Sicherheit wie heute haben wir noch nicht erlebt. Die meisten Anwaltskanzleien sind dramatisch unzureichend abgesichert, während die Risiken täglich zunehmen. Gerne sorgen wir dafür, dass Ihre Anwaltskanzlei sicher wird. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.