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BRAK verschiebt beA-Einführung: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

IT-Service Münster, IT-Service Düsseldorf, IT-Service München, Datensicherung, IT-Sicherheit, Kanzleisoftware, Anwalt, Software,In einer Pressemitteilung vom 26.11.2015 verkündet die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), dass die Einführung des beA verschoben wird. Ein neuer Starttermin wurde dabei nicht genannt. Der Grund für die Entscheidung liege in qualitativen Mängeln hinsichtlich der Nutzbarkeit. Das System erfülle aktuell nicht die hohen Anforderungen, die sich die Kammer selbst gestellt habe. BRAK-Präsident Ekkehart Schäfer betonte, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen – jedoch habe die BRAK eine besondere Verantwortung, dass System erst dann einzuführen, wenn “alle Funktionen verlässlich den Nutzern zur Verfügung stehen”.

Eigentlich war es zu erwarten

Bereits seit Wochen fragten sich Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und auch wir als IT-Dienstleister für Kanzleien: “Wie soll das alles bis zum 01.01.2016 klappen?”. Die Schnittstellenbeschreibungen für die Software-Hersteller wie RA-MICRO lagen erst verspätet vor, so dass eine nahtlose Integration zum Jahresbeginn nicht gewährleistet werden konnte. Die hohe Verunsicherung wird nun durch die Entscheidung der BRAK entschärft. Aus unserer Sicht eine gute Wahl, um einen geordneten Start zu ermöglichen.

Mehr Zeit für die Vorbereitung

Die Verärgerung in der Anwaltschaft ist groß, wie die Kommentare in den sozialen Medien zeigen. Allerdings lässt sich die Entscheidung der BRAK auch positiv sehen: Viele Anwaltskanzleien haben die wesentlichen Vorbereitungen für den elektronischen Rechtsverkehr noch nicht geschaffen und nun einige Monate länger Zeit für die nötigen Maßnahmen. Die BRAK nimmt nun die Gespräche mit dem Entwickler Atos auf, um einen neuen Starttermin festzulegen.

Was jetzt zu tun ist und was warten kann, haben wir im beA-Leitfaden für Sie zusammengefasst.

Hierbei geht es insbesondere um folgende Punkte:

  • beA-Karten und Lesegeräte
  • Internetverbindung
  • Synchonisation mit der Kanzlei
  • Datensicherung
  • Dokumentenscanner
  • beA-Beauftragter
  • E-Mail Benachrichtigung
  • IT-Sicherheit

 

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Neuigkeiten zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach

RA-MICRO, Kanzleisoftware, elektronischer Rechtsverkehr, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, beA, ERV, Schulung, IT-Sicherheit, IT-ServiceBRAK stellt Prototyp des beA-Clients vor

Im BRAK Magazin Nr 1/2015 stellt ein ausführlicher Bericht Funktionen und erste Details des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches vor. Wir fassen die wesentlichen Informationen für Sie zusammen und bewerten die Auswirkungen auf Anwaltskanzleien

  • Das beA wird über eine Internet-Anwendung per Browser (zum Beispiel Internet Explorer, Firefox oder Safari) erreichbar sein
  • Ebenso entwickeln die Hersteller von Kanzleisoftware Schnittstellen, mit denen die elektronische Kommunikation direkt aus der Kanzleisoftware heraus möglich sein wird
  • Das besondere elektronische Anwaltspostfach wird von der Grundstruktur her bekannten Systemen wie Outlook ähneln: Posteingang, Postausgang, Enwürfe, Papierkorb, gesendete Nachrichten, weitere Ordner, Sortier- und Ansichtsfunktion
  • Zusammenfassung der Posteingängen und Ausgänge mehrerer Rechtsanwälte in einem virtuellen Kanzleipostfach, detailliertes Rechtesystem zur Steuerung der Lese- und Bearbeitungs- und Sendebefugnisse
  • Anbindung des beA an das bundesweite anwaltliche Anwaltsverzeichnis zur eindeutigen Authentifizierung
  • Eine qualifizierte elektronische Signatur in herkömmlicher Form (Signaturkarte und Lesegerät) wird nicht mehr nötig sein
  • Ende-zu-Ende Verschlüsselung mit 256 Bit AES ohne zwischenzeitige Entschlüsselung
  • Alle Server des Systems stehen in Deutschland und entsprechen deutschem Datenschutz
  • Technische Entwicklung bis Sommer 2015 abgeschlossen. Design der Weboberfläche wird Mitte 2015 vorgestellt.
  • Testläufe mit Kanzleisoftware und Testkanzleien in 2015

 

Einfach, sicher, aber isoliert

Zusammenfassend stellen wir fest: Der Zugriff auf den elektronischen Posteingang wird im beA-Client einfach und sicher möglich sein. Ab dem 01.01.2016 wird die Installationsdatei für das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach nicht mehr zum Download zur Verfügung stehen und nach einer Übergangsfrist vollständig durch das besondere elektronische Anwaltspostfach ersetzt. Für die effektive Nutzung des beA ist allerdings die Einbindung in eine Kanzleisoftware dringend zu empfehlen.

 

Einbindung des beA in den RA-MICRO e-Workflow

Wenn Sie in der Anwaltskanzlei Schriftsätze über das besondere elektronische Anwaltspostfach erhalten, möchten Sie diese vermutlich nicht ausdrucken und für die weitere Bearbeitung Ihren Papierakten hinzufügen. Vielmehr sollte die Nachricht nahtlos in Ihren RA-MICRO Posteingang gelangen und vor dort aus mit dem e-Workflow weiter bearbeitet werden – spätestens zur Einführung der wechselseitigen Kommunikation mit den Gerichten. So vermeiden Sie Medienbrüche, damit einhergehende Fehlerquellen und Kosten für das Ausdrucken und Einscannen.

 

SQL-Server ist Voraussetzung für die Nutzung der RA-MICRO Schnittstelle zum beA

RA-MICRO stellt eine Schnittstelle zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach zur Verfügung, mit dem Sie Nachrichten direkt in Ihr E-Postfach importieren. Von dort aus können Sie elektronische Notizen und Verfügungen ergänzen, die Dokumente weiterleiten und letztlich mit zusätzlichen Dokumenten versenden. Für die Nutzung dieser Schnittstelle ist es allerdings zwingend erforderlich, dass Kanzleien einen SQL-Server betreiben. Bis sieben Arbeitsplätze reicht hier die kostenlose SQL-Express Version aus, ab acht Arbeitsplätzen wird mindestens SQL Standard vorausgesetzt. Die Datenhaltung in RA-MICRO wird im Zuge der Softwareentwicklung für den elektronischen Rechtsverkehr vollständig alternativ zum file-basierten System auf SQL umgestellt. Gerne unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung und Einrichtung, damit Sie gut vorbereitet in den elektronischen Rechtsverkehr starten. Sprechen Sie uns einfach an.