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IT-Panne des Monats Mai: Einmal falsch geklickt…

it-monitoring, it-service, it-dienstleister, it-dienstleistung, managed service, elektronischer rechtsverkehr, erv, bea, besonderes elektronisches anwaltspostfach, ra-micro, kanzleisoftwareAuf vielfachen Wunsch, und weil es der Realität entspricht, steht bei der IT-Panne des Monats Mai mal wieder ein Mann im Fokus: Unser Anwalt Dr. Adam Ahnungslos hat, anders als sein frei erfundener Name vermuten lässt, zu jedem Thema eine Meinung und, wie es sein Beruf vermuten lässt, eigentlich immer Recht. Nur in diesem Fall ist ihm ein kleiner Fehler unterlaufen, der gemeinsam mit vielen kleinen Nachlässigkeiten zuvor dazu führt, dass er für längere Zeit nicht ganz so ruhig schläft wie bisher.

Der Klassiker: Eine Mahnung

Wie so häufig beginnt die Geschichte aus unserer Sicht mit einem Anruf. Dr. Ahnungslos, oder sagen wir doch einfach „der Adam“ war irritiert und etwas besorgt – zu Recht. Er hat per Mail eine Mahnung erhalten und wollte das angehängte pdf-Dokument öffnen. Daraufhin sei allerdings gar nichts passiert, erläuterte er. Dann habe er es noch drei Mal ausprobiert mit gleichem Ergebnis. Wer der Absender der Mail gewesen sei? Keine Ahnung! Eine Mahnung! Da muss man doch nachsehen, zumal es sich ja um eine pdf-Datei handelt, da kann doch nichts passieren.

Wie aus einer pdf-Datei eine exe-Datei wird

Die Systeme laufen alle einwandfrei in der Kanzlei Dr. Ahnungslos & Partner. Dennoch war es die beste Idee von Adam, uns anzurufen – weil er mal wieder Recht hatte. Beim Scan der Kanzleisysteme haben wir den bekannten Wurm Conficker gefunden, und zwar auf jedem Rechner. Der Schädling baut seit Jahren ein gigantisches Botnetz auf, um ungeheure Mengen an Spam zu versenden. Dabei nutzt er aktuelle Sicherheitslücken und überträgt sich automatisch an weitere Rechner. Andere Viren sind zur Verbreitung auf E-Mail-Anhänge angewiesen. Aber wie konnte das passieren? Adam hat doch nur ein pdf-Dokument geöffnet, mahnung.pdf? So scheint es zunächst. Allerdings sind bei ihm wie bei fast allen Rechnern die bekannten Dateinamenerweiterungen ausgeblendet: Die Datei heißt eigentlich mahnung.pdf.exe – Adam sieht nur mahnung.pdf und wähnt sich in Sicherheit.

Conficker-Entfernung oder Neuinstallation?

Mit der Entfernung ausgereifter Viren ist es so eine Sache: Viele Anwendungen sind in der Lage, den Schädling zu beseitigen, allerdings entwickeln sich die Viren schneller weiter als die Antivirus-Software. So besteht keine Sicherheit, dass nicht doch Hintertüren und Code-Reste nach der Entfernung übrig bleiben. Daher empfehlen wir in solchen Fällen dringend die Neuinstallation. Mit einer aktuellen virenfreien Datensicherung wäre das ja auch kein Problem. Und wieder erleben wir die Standard-Reaktion, wenn wir im Ernstfall das Wort Datensicherung aussprechen – einen weit geöffneten Mund… Natürlich gibt es ein Backup des Servers, aber alle Arbeitsplätze? Hm, dann nicht.

Vorsorgen, Beobachten, Daumen drücken

Wir entfernen also den Virus von allen befallenen Arbeitsplätzen und weisen Adam darauf hin, dass wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen können, ob das Problem damit endgültig behoben ist. Wir setzen nun ein professionelles IT-Monitoring ein und beobachten CPU-Auslastungen und ausgehende Datenvolumen, um eine Tätigkeit des Virus direkt zu bemerken. Vor allem aber führen wir ein ausführliches Gespräch, wie dieser Vorfall hätte vermieden werden können.

  • Managed Antivirus: Eine aktuelle Virenschutz-Software, die in Echtzeit von Vorfällen weltweit lernt, hätte den Schädling direkt erkannt und die Ausführung verhindert.
  • Patch Management: Wären alle Sicherheitsupdates unverzüglich eingespielt worden, hätte der Virus sich nicht verbreiten können. Aber bei Dr. Ahnungslos pp hat man ja bisher die Updates lieber manuell gemacht – also gar nicht.
  • Datensicherung: Eine regelmäßige Datensicherung aller Arbeitsplätze, am besten als Image, hätten die schnelle Wiederherstellung eines völlig unbelasteten Systems ermöglicht. Nun ist nur die Virenentfernung mit allen Unwägbarkeiten möglich.
  • Schulung: Adam hätte wissen können, dass sich hinter dem pdf eine ausführbare Anwendung verbergen kann. Eine Schulung zur IT-Sicherheit hat er allerdings schon immer abgelehnt – Läuft doch alles.
  • Dateinamenerweiterung: In der Folge einer Schulung hätte Adam die Anzeige der Dateinamenerweiterung wieder aktivieren können, was wir jeder Kanzlei ans Herz legen.

Testen Sie Ihren Rechner

Conficker hat nach aktuellen Schätzungen bereits millionenfach Rechner befallen. Wird das Botnet aktiv, drohen Sperrankündigungen des Internetanbieters wegen missbräuchlicher Nutzung des Breitbandanschlusses. Außerdem können Ihre Kontakte Spam-Mails in Ihrem Namen erhalten. Testen Sie Ihren Rechner, ob er von Conficker befallen ist: http://www.confickerworkinggroup.org/infection_test/cfeyechart.html . Im Zweifel nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 

 

Mail Protection im Selbstversuch: Nur 17% aller Nachrichten unbedenklich

Icon Mail ProtectionWir empfehlen nicht nur sinnvolle Lösungen, wir setzen sie auch selbst ein. Mail Protection ist eine der IT-Sicherheitsmaßnahmen, die es uns besonders angetan hat. Immerhin kommen in der Praxis mit Abstand die meisten Viren, Trojaner und Betrugsfälle via E-Mail in die Kanzleien und Unternehmen. Zusätzlich kosten unerwünschte Mails Speicherplatz, Zeit und Nerven bei der Bearbeitung. Doch wie groß ist der Anteil infizierter Mails wirklich?

Fast drei Viertel aller Mails werden direkt blockiert

Ergebnisse Mail ProtectionNur 17% aller eingehenden 17.841 Mails im Untersuchungszeitraum waren unbedenklich. 72,8% wurden direkt blockiert, weil sie von bekannten Spamquellen oder gefälschten Absendern stammen. 9,7% der Nachrichten wurden als Spam klassifiziert, weil sie Strukturen und Elemente unerwünschter Massenmails enthielten. Hier kann der Nutzer selbst wählen, was damit geschehen soll: Verwerfen, Kennzeichnen, Umleiten oder in die Quarantäne verschieben.

89 Viren in 12 Wochen

Das erschreckendste Ergebnis: 0,5% aller normalerweise eingehenden Mails beinhalten Viren. Jede 200. Mail enthält also Schadsoftware, die Daten ausspioniert oder zum Systemausfall führen kann. Diese Mails werden durch die Kombination mehrerer Technologien zuverlässig erkannt und gar nicht erst zugestellt. Alle Mails laufen dabei über ein Rechenzentrum, das über ausreichend Rechenleistung verfügt, um umfangreiche Untersuchungen durchzuführen und dabei permanent und kundenübergreifend neue Muster zu erkennen und direkt anzuwenden. So kommen gefährliche Mails gar nicht erst in den Posteingang und Ihre Mitarbeiter nicht in Versuchung, sie versehentlich anzuklicken.

Nie wieder „Ich komme nicht an meine Mails“

Unsere Mail Protection hat noch einen weiteren charmanten Vorteil, der erst im Ernstfall bedeutsam wird: Selbst beim Ausfall des Mailservers im Unternehmen ist der Zugriff auf die Mails im Rechenzentrum gewährleistet – es wird also ein komplettes Backup erstellt und ein Portal zur Mailbearbeitung bereitgestellt. Hier liegt auch der Speicherort für zunächst blockierte Mails in der Quarantäne. Sie haben somit immer vollen Zugriff auf Ihre Nachrichten.

M-IT Service: umfassende Sicherheit für Kanzleien und Unternehmen

Mail Protection ist aus gutem Grund fester Bestandteil der M-IT Service Vereinbarungen. Hier leisten wir für Server, Desktops und Router genau die Aufgaben, die für Ihre IT-Sicherheit nötig sind: IT-Monitoring, Anti-Virus, Mail Protection, Web Protection, Patch Management, Überprüfung der Datensicherung und weiterer Parameter. Gerne beraten wir Sie zur Erhöhung Ihrer IT-Sicherheit und zum effizienten Betrieb Ihrer IT. Nehmen Sie einfach direkt Kontakt auf.

Sicherheislücke in Symantec Endpoint Protection

Symantec Endpoint Protection ist ein Softwarepaket zum Schutz vor Viren und Malware.

In allen 11.x und 12.x Versionen wurde nun eine Sicherheitslücke gefunden, die es einem lokal angemeldeten Angreifer über eine Ausweitung der Rechte ermöglicht, die Kontrolle über das System zu übernehmen.

Um diese Schwachstelle zu beheben empfiehlt der Hersteller Nutzern der Versionen 12.1 und 11.0 ein Update auf 12.1 RU4 MP1b, Nutzer der 12.0 Small Business Edition sollten die aktuellste Version 12.1 Small Business Edition installieren.

SynoLocker: Trojaner befällt Synology-Speichersysteme

Cyber-Erpresser haben eine neue Möglichkeit gefunden, an das Geld von Internetnutzern zu gelangen. Dafür nutzen Sie vermutlich eine Sicherheitslücke der NAS-Firmware von Synology, einem Hersteller von Netzwerklaufwerken.

SynoLocker ist ein Trojaner, der den gesamten Netzwerkspeicher verschlüsselt und den Nutzern so den Zugriff auf ihre Daten versperrt. Wer wieder auf die Daten zugreifen will, soll ein Lösegeld in Höhe von umgerechnet 260 Euro zahlen – ein Countdown zeigt dabei eine Frist von wenigen Tagen an, nach der sich die Geldforderung verdoppelt. Da eine Zahlung lediglich Nachforderungen zur Folge hätte, sollten Betroffene die Diskstation ausschalten und den Hersteller kontaktieren.

Derzeit ist noch unklar, durch welche Sicherheitslücke der Angriff erfolgt, weshalb es noch keinen befriedigenden Schutz vor der Malware gibt. Sicher ist aber, dass die Angreifer nur über das Internet in das System eingreifen können.