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Digitales Diktat, Dictanet, Dragon, Spracherkennung

IT-Panne des Monats September: Windows 10 Update mit Folgen

Digitales Diktat, Dictanet, Dragon, SpracherkennungEs war ja nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Kanzleien auf die Idee kommen, ohne Rücksprache und professionelle Unterstützung auf Windows 10 umzustellen. Da können wir noch so viele Blogbeiträge schreiben und empfehlen, zunächst Testsysteme zu verwenden, zu warten bis alle relevanten Hersteller die Freigabe erteilt haben oder wenigstens im Vorfeld Kontakt mit uns aufzunehmen: Es wird trotzdem gemacht. Und das ist ja auch verständlich. Neugier ist eine menschliche Triebfeder, die zu Entwicklung und Verbesserung führt – naja, manchmal auch nicht…

Das funktioniert ja alles nicht!

Unsere IT-Panne des Monats beginnt mit einer unangenehmen Eigenart von Anwälten. Ich muss ja sagen: Ich mag Rechtsanwälte, wirklich. Sie haben ein ausgesprochenes analytisches Denkvermögen und sind zum Ausgleich ihrer verkopften Tätigkeit meistens sehr musikalisch und humorvoll. Aber eine Angewohnheit scheint so etwas wie eine Berufskrankheit zu sein: Dreistigkeit. Ich möchte kurz ausholen, um zu erläutern was ich damit meine, bevor wir auf die IT-Panne des Monats kommen.

Normale Menschen und Anwälte

Nehmen wir folgenden Fall an, der Parallelen zu unserer Geschichte aufweist: Ein Mensch kauft sich eine Kassette mit seiner Lieblingsmusik. Ein Jahr später rüstet er auf und legt sich einen CD-Player zu. Nun muss er enttäuscht feststellen, dass seine Kassette mit diesem Gerät nicht kompatibel ist. Was macht der normale Mensch? Er probiert es einmal aus, stellt fest dass es nicht geht und nimmt vielleicht noch Kontakt mit dem Anbieter der Kassette auf. Dabei fragt er höflich, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gebe, seine Lieblingsmusik von der Kassette auf eine CD zu übertragen. Der Anbieter wird ihm mögliche Wege aufzeigen und der Kunde wird zu dem Schluss kommen, dass es wohl das einfachste ist, wenn er sich einen neue CD kauft.

Was aber macht ein Anwalt in dieser Situation? Auch der Anwalt stellt fest, dass seine Kassette nicht in den CD-Player passt. Eine leise Stimme in seinem Kopf sagt zu ihm: „Komm, kauf Dir einfach die CD“. Aber das kann der Anwalt nicht auf sich sitzen lassen. Schließlich kennt er seine Rechte nur zu gut und hat beste Erfahrungen mit einer anderen Vorgehensweise gesammelt. Er diktiert kurzerhand ein Schreiben an den Anbieter der Kassette, in dem er ihm eklatante Beratungsfehler hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Tonträgers attestiert. Im Anschluss nimmt er sein Diktiergerät zur Hand, um den Hersteller des CD-Spielers in seine Schranken zu weisen und ihm mitzuteilen, dass seine Lieblingsmusik mit dem Gerät nicht abspielbar ist und dieser jetzt wohl wisse, warum seine Rechnung noch nicht beglichen worden ist. Dass es sich um eine Kassette handelt, sagt der Anwalt nicht, mit solchen Details möchte er weder sich noch sein Gegenüber belasten.

Das Upgrade auf Windows 10

OK, zurück zu unserem Fall. Wir erhalten also die Monierung einer Kanzlei, dass sein DictaNet nicht richtig eingerichtet sei. Beim digitalen Diktat sei die Ton-Wiedergabe zu leise, nach dem Drücken der Leertaste starte automatisch die Aufnahme und viele weitere Funktionen seien einfach nicht verfügbar. Aus diesem Grund wurde auch die lange überfällige Rechnung für die Beschaffung, Konfiguration und Installation der Rechner vorsichtshalber nicht bezahlt. Seltsam, wir haben dort im letzten Jahr alles korrekt installiert und gemeinsam mit den Anwälten und Mitarbeitern abgenommen, auch das Diktat hat einwandfrei funktioniert und es kamen auch im Anschluss keine Beschwerden. Sehen wir uns das mal an.

„Ach, Sie haben auf Windows 10 gewechselt?“

So fahren wir also zu mit zwei Personen zur Kanzlei, denn unzufriedene Kunden passen einfach nicht in unser Konzept. Wir machen Kanzlei. IT. Einfach. Sicher. und nicht etwas Anwälte. Einfach. Traurig. oder IT-Systeme. Kaputt. Also sehen wir uns das Problem mal an. Noch bevor wir DictaNet starten, blitzt es vor unseren Augen: Windows 10? Wir hatten im vergangenen Jahr doch alles auf Windows 7 installiert? Der wird jetzt nicht im Ernst selbständig und ohne Rücksprache ein neues Betriebssystem eingeführt haben und dann noch die Dreistigkeit besitzen, uns dieses Detail zu verschweigen und erstmal unsere Leistung in Frage zu stellen, oder? Doch, er wird. Ist ihm nicht selbst klar, dass er den Fehler verursacht hat? Vielleicht eine kleine leise Stimme, die so etwas murmelt…

Fehlende Treiber und Datentransfer nach China

Nach freundlichen, klaren Worten und einer Zusage, die letzte Rechnung zu begleichen, sehen wir uns das System genauer an: Es fehlen Treiber für Soundkarten und Funktastaturen, die im Vorgängersystem korrekt eingerichtet waren und zudem ist DictaNet für Windows 10 noch nicht freigegeben. Mit ein paar Handgriffen können wir dennoch ein reibungslos funktionierendes System herstellen. Dass alle Standards-Einstellungen von Windows 10 einfach übernommen wurden und ein reger Datenaustausch mit einem Server in China besteht, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht erwähnen – also nehmen wir auch hier noch die wichtigsten Einstellungen vor, um Windows so weit es geht zum Schweigen zu bringen.

Warum hat er nicht einfach angerufen?

Im Ergebnis ist ja nicht viel passiert. Und doch bleibt die verständnislose Frage: „Wie kann man so etwas machen?“. Die Folgen eines Betriebssystem-Wechsels sind für Laien unüberschaubar. Ein vollständiges Backup wurde vor der Umstellung natürlich auch nicht vorgenommen. Letztlich war es ein großes Glück, dass nicht mehr geschehen ist. Warum hat er nicht einfach angerufen? Wir hätten ihm die wichtigsten Tipps für die Umstellung gegeben oder sie einfach innerhalb kürzester Zeit mit den richtigen Einstellungen für ihn vorgenommen. Daher schließen wir diesen Beitrag mit zwei Aufrufen:

  1. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, BEVOR Sie eigenständig auf Windows 10 umstellen!
  2. Wenn Sie doch selbständig an Ihrem Betriebssystem herumbasteln und nachher etwas nicht mehr funktioniert, beginnen Sie Ihren Anruf bei uns bitte mit den Worten „Ich habe Mist gebaut und hoffe, dass Sie mir helfen können“.

 

Gebäude Michgehl

Noch 234 Tage: Windows Server 2003 Support läuft am 14. Juli 2015 aus

Als einer der stärksten RA-MICRO Vertriebspartner garantieren wir Ihnen seit 20 Jahren kompetenten Service und Erfahrung bei der Integration Ihrer Anwalts-Kanzleisoftware.  An unseren Standorten Nordwalde/Münster, Düsseldorf und München bieten wir Ihnen darüber hinaus IT-Service, IT-Sicherheit und IT-Dienstleistungen an folgenden Standorten: Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf,  Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Kamen, Köln, Krefeld, Leverkusen, München, Münster, Osnabrück, Recklinghausen, Solingen, Unna, Wuppertal, und Umgebung Michgehl, ra-micro, Seminare, IT-Service, anschalten & anwalten, Kanzlei-Shop, IT-Sicherheit, IT-Dienstleistungen, IT-Security, IT-Service Düsseldorf, IT-Service München, IT-Service Münster, IT-Service Essen, IT-Service Bochum, IT-Service Dortmund, IT-Service Hamm, IT-Service Bielefeld, IT-Service Osnabrück, Kanzleisoftware, Kanzleisoftware Düsseldorf, IT-Service Duisburg, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Bochum, Dortmund, Osnabrück, Münster, München, Anwalt, Rechtsanwalt, Kanzlei, Anwaltskanzlei, Rechtsanwaltskanzlei, ramicro, Schulungen, Seminare, RA-Micro Schulungen, RA-Micro Seminare, Anwaltsprogramm, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf,  Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Kamen, Köln, Krefeld, Leverkusen, München, Münster, Osnabrück, Recklinghausen, Solingen, Unna, WuppertalAuch die beliebtesten Betriebssysteme müssen weichen, wenn ihre Zeit gekommen ist. So ist es in 2014 mit Windows XP geschehen und so wird es im kommenden Jahr Windows Server 2003 ergehen. MICROSOFT stellt ab dem 14. Juli 2015 den erweiterten Support ein. Insbesondere wird es ab diesem Zeitpunkt keine Sicherheitsupdates mehr geben.

 

Ab dem Frühjahr wird es eng

Mehr als 12 Millionen Server weltweit müssen ersetzt werden. Das bedeutet, dass 39% aller Windows-Server vor einer Umstellung stehen, die je nach Umfang Tage, Wochen oder Monate dauern kann. Genau wie bei Windows XP führt an der Umstellung kein Weg vorbei, da der Server sonst zu einer offenen Einladung an Viren, Trojaner und Hacker wird. Anders als bei XP allerdings ist die Umstellung komplex und erfordert einen professionellen IT-Dienstleister. Fachleute gehen davon aus, dass es ab März schwierig wird, überhaupt einen Termin für die Umstellung auf das aktuelle Betriebssystem Server 2012 R2 zu erhalten.

 

Jetzt einen Termin sichern für die Umstellung

Um dem Andrang im ersten Halbjahr 2015 zu entgehen, sollten Unternehmen und Kanzleien am besten noch in diesem Jahr aktiv werden. Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem IT-Dienstleister oder ziehen Sie gleich die gesamte Investition in dieses Jahr, wenn es der Bilanz gut tut. In 234 Tagen wird sie eh unumgänglich. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Umsetzung. Melden Sie sich bitte frühzeitig.

Neue Updates schließen Sicherheitslücken in Google Chrome

Google hat mit seinen aktuellen Updates mehrere Sicherheitslücken des kostenfreien Webbrowsers Google Chrome geschlossen. Über die Schwachstellen war es Angreifern möglich, Informationen auszuspähen, den Browser zum Absturz zu bringen oder das System zu manipulieren.

Die  neue, sichere Version 36.0.1985.143 sollte – wenn dies nicht automatisch geschieht – möglichst zeitnah installiert werden (Browsereinstellungen → Über Google Chrome), so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Betroffen sind Mac OS, Chrome OS und die Windows-Betriebssysteme.

Auch Nutzer des Chrome für Android sollten auf die Version 36.0.1985.135, die bei Google Play erhältlich ist, aktualisieren.

Microsoft Patchday: Fehlerhaftes Update zurückgezogen

Nach zahlreichen Beschwerden von Anwendern hat Microsoft nun ein fehlerhaftes Sicherheitsupdate für Windows zurückgezogen. Das Update wurde letzte Woche am Patchday veröffentlicht, seither kam es immer wieder zu erheblichen Problemen. Wegen der klaren Mängel empfiehlt Microsoft nun, den Patch zu deinstallieren.

Betroffen ist das Update MS14-045, das drei Sicherheitslücken in den Kernelmodustreibern unter Windows Server 2003, Vista, Server 2008, 7, Server 2008 R2, 8 und 8.1, Server 2012 und 2012 R2, RT und RT 8.1 beheben soll. Das von ihnen ausgehende Risiko wurde von Microsoft als hoch eingestuft, da sie eine Offenlegung von Informationen sowie eine unautorisierte Erhöhung von Nutzerrechten ermöglichten.

Laut Microsoft könne das Update MS14-045 zu einem Systemabsturz mit der Fehlermeldung „0×50“ führen. Drei weitere, nicht sicherheitsrelevante Updates (KB2970228, KB2975719 und KB2975331), die ebenfalls am 12.08.2014 erschienen sind, verursachten offenbar das gleiche Problem. Sie sollten ursprünglich ein neues Symbol für den russischen Rubel unterstützen und kleinere Mängel beheben. Des Weiteren führten die Aktualisierungen teilweise zu Fehlermeldungen wonach Schriftarten, die nicht im Standardverzeichnis „Fonts“ installiert sind, nicht geändert werden konnten, weil die Datei in Gebrauch sei. Einige Schriften wurden zudem nicht mehr korrekt dargestellt.

Ein Sprecher des Unternehmens aus Redmond bestätigte, dass die Probleme bekannt seien und an einer Behebung gearbeitet werde. Vorerst wurden die Download-Links entfernt und eine Beschreibung zur Deinstallation der vier  Updates veröffentlicht. Nutzer, bei denen die Fehler aufgetreten sind, müssen einen Eintrag in der Registrierungsdatenbank bearbeiten und im abgesicherten Modus eine Datei löschen. Die Anleitung hierzu liegt bislang nicht in Deutsch vor.